Schwerer Rückschlag für Biathlon-Star Michael Greis: Der Dreifach-Olympiasieger von Turin 2006 hat sich im Training in Andermatt (Schweiz) eine Verletzung im Sprunggelenk zugezogen und muss nach einer erfolgreich verlaufenen Operation sechs Wochen pausieren.

Greis, der am Donnerstag seinen 35. Geburtstag feierte, will bei der Heim-WM in Ruhpolding vom 29. Februar bis 11. März 2012 noch einmal um Medaillen kämpfen.

"Ich bin beim Aufwärmen in der Halle umgeknickt und habe mich dabei am Sprunggelenk verletzt", sagte Greis: "Bisher lief die Sommervorbereitung optimal, ich fühle mich sehr fit und bin zuversichtlich, dass mich die Zwangspause nicht aus dem Tritt bringt. Für mich als Leistungssportler ist es wichtig, dass das Sprunggelenk wieder zu hundert Prozent stabil wird, daher hatte ich mich für den Eingriff entschieden."

Professor Rupert Ketterl, Chefarzt der Unfallchirurgie Traunstein, hatte bei Greis eine Syndesmose-Ruptur mit knöchernem Ausriss diagnostiziert. Der Gesamtweltcup-Sieger von 2007 wurde 40 Minuten lang operiert. Dabei wurde die Syndesmose mittels Naht und Schraube wieder fixiert. "Die Operation war wichtig, da das Gelenk sehr instabil war", sagte Ketterl: "Einen günstigen Heilungsverlauf vorausgesetzt, ist der Fuß in etwa sechs Wochen wieder voll belastbar." Greis wird schon in den nächsten Tagen mit Reha-Maßnahmen beginnen.

Greis-Trainer Fritz Fischer sieht in der Verletzung keine großen Einschränkungen für die Wintersaison: "Michi hat sich in den vergangenen Monaten physisch und psychisch enorm stabil präsentiert. Ich bin mir sicher, dass er die Trainingspause gut wegstecken wird."

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