Gesund, locker und trotzdem mit klaren Zielen startet Biathlon-Königin Magdalena Neuner in die ab Mittwoch im schwedischen Östersund beginnende Weltcupsaison.

Höhepunkt sollen für die Rekordweltmeisterin die Titelkämpfe in Ruhpolding (29.2. bis 11.03) werden. "Natürlich möchte ich Weltmeisterin im eigenen Land werden. Vor deutschem Publikum auf dem Treppchen, dazu die Hymne, auf dieses schöne Gefühl würde ich ungern verzichten", sagte die 24-Jährige im "kicker".

Trotz der großen Erwartungshaltung bei der Heim-WM bleibt die Wallgauerin, die schon vor Wochen "mit einem Augenzwinkern" von sechs Medaillen als Ziel gesprochen hatte, gelassen:

"Gut, bei den Alpinen hat man gesehen, dass die Erwartungshaltung zur Last werden kann, aber ich versuche da gegenzusteuern, trainiere viel im mentalen Bereich."

Neuner, deren Aussagen immer wieder auf ein mögliches Karriereende in den kommenden beiden Jahren hindeuten ("Bei uns Frauen steht irgendwann die Entscheidung an, ob man Kinder will"), hat ihr Sportlerleben inzwischen fest im Griff.

Das war nicht immer so. Im Jahr 2007, auf der ersten großen Erfolgswelle, "war ich in etwas hineingeraten, das ich mir nie erträumt hatte. Plötzlich wusste ich nicht mehr, wer es gut mit mir meint und wer nicht. Da hatte ich eine Phase, in der ich am liebsten im Bett liegen geblieben bin."

Als Burn-out will die zweifache Olympiasiegerin von 2010 aber nicht sprechen: "Das ist ein Begriff, der zurzeit vielleicht ein bisschen zu schnell und zu häufig verwendet wird. Mir war eine Zeit lang einfach alles ein wenig zu viel."

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