Der Biathlonsport in Weißrussland steht aufgrund von Sanktionen der Europäischen Union (EU) nach der Saison womöglich vor dem Aus.

"Nach dem Winter müssen wir schauen, ob es mit dem Sport in Weißrussland überhaupt weitergehen kann", sagte Klaus Siebert, der deutsche Trainer der weißrussischen Mannschaft, vor dem Beginn der WM in Ruhpolding.

Aus Protest gegen das rigorose Vorgehen des autoritären Präsidenten Alexander Lukaschenko hatte die EU ein Waffenembargo gegen Land verhängt und damit die Trainingsmöglichkeiten der Mannschaft um die WM-Mitfavoritin Darya Domracheva aufgrund fehlender Munition stark beschnitten. Siebert will nun den Weltverband IBU einschalten und um Hilfe bitten.

Etwa 350.000 Schuss für die Weißrussen bestimmte Wettkampfmunition lagert aktuell bei einem Hersteller in Sachsen-Anhalt. Während des Embargos dürfen diese nicht geliefert werden. Zwar könnte der Verband Munition aus Amerika oder Asien importieren, das würde jedoch die finanziellen Möglichkeiten weit übersteigen.

Selbst bei der Einreise nach Deutschland waren die Mannschaftsfahrzeuge vom bayerischen Zoll zuletzt kontrolliert worden, um ein Vergehen auszuschließen. Ein Fehlverhalten konnte jedoch ausgeschlossen werden.

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