Nach vielen Rückschlägen in den vergangenen Monaten wird der dreifache Turin-Olympiasieger Michael Greis bei der Heim-WM in Ruhpolding am Samstag im Sprintrennen an den Start gehen.

"Mich freut das natürlich sehr, denn ich konnte mich in einem Entscheidungsrennen im Trainingslager anbieten und habe mir das verdient. Es war kein Gnadenbrot", sagte der 35 Jahre alte Nesselwanger.

Als letzter der deutschen Skijäger reiste Greis erst am Dienstag in den WM-Ort in die Chiemgauer Alpen, nachdem er bis zur letzten Minute eigenständig in Ridnaun trainiert hatte.

"Die letzten Monate waren definitiv die schwerste Zeit meiner Karriere", sagte Greis: "Wichtig war, dass ich jetzt richtig trainieren konnte, das ist mir gelungen."

Nach einer Sprunggelenksverletzung im vergangenen Jahr hatten Infekte und Erkältungen den Oldie im deutschen Team immer wieder zurückgeworfen.

Greis war bei den beiden vergangenen Weltcups in Oslo und Kontiolahti nicht Teil des deutschen Teams und wird am Samstag (12.30 Uhr) einen "Kaltstart" hinlegen. "Ich fühle mich leistungsfähig, damit hatte ich schon gar nicht mehr gerechnet", sagte Greis.

Aufgrund des Titelgewinns von Arnd Peiffer im russischen Chanty Mansisjk im Vorjahr haben die deutschen Biathleten im Sprint fünf Startplätze, während es in allen anderen Wettbewerben nur jeweils vier gibt.

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