Dreifach-Olympiasieger Michael Greis hat vor der Nominierung für die Biathlon-WM in Ruhpolding über seinen Rücktritt nachgedacht.

"Diese Gedanken waren schon da", sagte Greis: "Die Saison hatte ich schon abgehakt. Wenn man trainiert, und dabei eher Rückschritte als Fortschritte macht, dann fragt man sich, ob das alles noch Sinn macht." Greis verglich seine Situation mit einem Burnout.

Der 35-Jährige aus Nesselwang hatte nach einer Bänderverletzung in der Vorbereitung auf den Weltcup-Winter wochenlang pausieren müssen. Später hatten ihn Infekte und Erkältungen immer wieder zurückgeworfen.

Erst fünf Tage vor dem Start der Heim-WM war Greis trotz fehlender Norm für die Titelkämpfe vor seiner Haustür nominiert worden. "Ich bin froh, dass ich dabei bin", sagte Greis, der am Samstag im Sprintrennen über 10 km eine Einsatzchance bekommen wird.

Dass es dazu kommt, ist auch für Greis keine Selbstverständlichkeit. "Als der Weltcup Anfang Februar in Oslo war, habe ich mir gedacht, dass ich eigentlich gar keine Lust mehr habe. Ich habe auch keine Wunder erwartet", sagte der dreimalige Weltmeister.

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