Biathlet Alexander Wolf hat am Donnerstag in Folge großer gesundheitlicher Probleme seinen sofortigen Rücktritt vom Leistungssport erklärt.

"Ich habe eingesehen, dass sich die Struktur in der Mannschaft mittlerweile stark verjüngt hat. Es ist mir bewusst, dass die Trainer langfristig denken müssen und wir mittlerweile sehr gute junge Athleten in Deutschland haben", sagte Wolf.

Er habe sich gewünscht, "noch einmal richtig angreifen zu können. Mein großes Ziel waren die Olympischen Spiele 2014. Dafür habe ich im vergangenen Jahr alles getan. Aber es sollte einfach nicht sein", erklärte der 34-Jährige, der bei der WM 2008 in Östersund mit der Staffel und in der Verfolgung die Bronzemedaille gewonnen hatte.

Bereits im Mai 2011 hatte sich der Bundespolizist aus Oberhof eine Verletzung am Fußwurzelknochen zugezogen, die im September 2011 operativ behandelt werden musste. Der langwierige Genesungsprozess machte einen Start bei der Heim-WM in Ruhpolding im vergangenen Jahr unmöglich und setzt sich auch in diesem Winter weiter fort.

"Seinem" Sport will der Thüringer aber auch nach der Karriere treu bleiben: "Es wäre schön, wenn ich dem Biathlon in irgendeiner Funktion verbunden bleiben kann."

Im Alter von nur 19 Jahren war Wolf im Jahr 1998 erstmals im Weltcup am Start und feierte drei Siege und 13 Podestplätze. Insgesamt nahm er an drei Olympischen Spielen und sieben Weltmeisterschaften teil.

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