Magdalena Neuner hat sich in der aktuellen Doping-Diskussion zu Wort gemeldet.

Dabei reagierte sie mit Unverständnis auf den Vorschlag von Ex-Fußballtorhüter Jens Lehmann, Doping zu Rehabilitationszwecken zu erlauben.

"Da halte ich gar nichts davon, auch weil ich das Thema unter dem Gesundheitsaspekt betrachte", sagte die Biathlon-Rekordweltmeisterin im Gespräch mit SPORT1 anlässlich eines Sponsorentermins in Erding.

"Cortison, ein Mittel gegen Schmerzen, fällt zum Beispiel auch unter Doping. Man muss sich aber bewusst sein, dass das für den eigenen Körper und die eigene Gesundheit nicht gut ist. Deshalb bin ich dagegen, Doping zu Rehabilitationszwecken zu erlauben", führte sie weiter aus.

"Meine Meinung ist: umso weniger Chemie für den eigenen Körper, desto besser", brachte es die 26-Jährige auf den Punkt.

Die von der Doping-Studie der Berliner Humboldt-Universität neu entfachte Doping-Diskussion sei sie aber "etwas leid. Mich hat das während meiner ganzen Karriere verfolgt."

Für die aktuell aktiven Sportler äußerte sie sich mitfühlend: "Als aktiver Sportler ist man da ein Stück weit machtlos. Auch wenn man sich hinstellt und sagt, man tut nix - was die Öffentlichkeit denkt, kann man sowieso nicht beeinflussen."

Zu ihrer eigenen Karriere sagte sie: "Mir ist wichtig, dass ich selbst damit leben kann, wie ich meinen Sport betrieben habe. Und das kann ich definitiv.

Was vor 30 oder 40 Jahren passiert ist, dazu kann ich nicht viel sagen. Jeder wird selbst wissen, was er getan hat oder was nicht."

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