Für ihren Olympia-Traum nimmt Biathletin Miriam Gössner Nachhilfestunden im Schießen.

Nachdem sich die zweimalige Staffel-Weltmeisterin im Mai in Norwegen bei einem schweren Radunfall vier Rückenwirbel brach sowie eine Bandscheibe lädierte, ist sie nun wieder nach Norwegen zurückgekehrt.

Die 23-Jährige absolvierte bei Joar Himle, dem ehemaligen Schießtrainer des Rekord-Weltmeisters Ole Einar Björndalen, einen Schießlehrgang.

"Ich habe Probleme mit dem Schießen und klar, ich brauchte Hilfe. Joar ist sehr klug und weiß genau, was es braucht. Er ist der Beste", sagte Gössner der norwegischen Tageszeitung "Verdens Gang".

Gössner ist eine der laufstärksten Skijägerinnen, verbaute sich in der Vergangenheit aber durch schwache Schießergebnisse immer wieder Top-Platzierungen.

Den Intensivkurs hatte die Bayerin, deren Mutter Norwegerin ist, schon für Mai/Juni geplant. Doch dann passierte der Unfall. Dadurch musste Gössner zweieinhalb Monate pausieren und verlor wichtige Trainingszeit für die Vorbereitung auf den olympischen Winter.

"Ich habe immer noch Schmerzen, aber ich kann trainieren. Es sind zwei Schritte vorwärts und einer zurück, aber ich verliere nicht den Glauben", sagte Gössner, die von ihrem Start in Sotschi überzeugt ist: "Es ist noch viel Zeit bis Februar, ich bin auf dem richtigen Weg. Es ist nicht unmöglich."

Am Wochenende beim ersten Teil der deutschen Meisterschaft in Langdorf startet sie aber nicht.

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