Michael Rösch zollt in seinem Biathlon-Tagebuch den Seriensiegern Ole Einar Björndalen und Magdalena Neuner großes Lob.

Liebe Biathlon-Freunde,

die Schlumpf-Zeit ist vorüber, der ganze Ebs ist wieder da. Die dreistündige Fahrt von Ruhpolding nach Antholz mit Ullr als Walter Röhrl und Arndt Peiffer als Christian Geistdörfer II habe ich sehr genossen. Unser Headcoach gibt schon richtig Gas am Steuer, aber immer mit Bedacht. Und Geschichten erzählen kann der ? ja, Wahnsinn?

Nein, nein, ich mach? jetzt hier nicht die Quatschtante. Wollte das einfach nur so erwähnen. Von mir gibt?s selbst genug zu berichten. Denn ich war am Sonntag nach dem Verfolger Schlumpf-Mützen-blau?

Aber sportlich sieht die 09er Bilanz ganz ordentlich aus. 6 Starts und 6 Mal bei der Siegerehrung dabei ? das ist ganz gut losgegangen. Natürlich ärgere ich mich über die eine oder andere verpasste oder verdaddelte Platzierung, aber 3-2-7-2-7-6 ist doch ?ne nette Telefonnummer, oder?

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Drei Mal die "1" hat der Ole in Ruhpolding besetzt. Wahnsinn ? immer wenn man glaubt, der alte Mann wäre geknackt, zeigt er uns gerade die "Arschkarte". Da ziehe ich den nicht vorhandenen Hut bis zur Schneekante! Natürlich auch für unser aller Lena, die das in Ruhpolding dem Ole gleich getan hat. Sensationell, unsere Kleine!

Was mich betrifft, hatte ich in Ruhpolding plötzlich ?nen Herpes-Pickel an der Lippe, was ein Anzeichen für ein angegriffenes Immunsystem ist. Also habe ich mich noch sorgsamer bewegt und gekleidet und habe nun den potentiellen Virenangriff überstanden.

Ebenfalls den Angriff irgendeines Nachtgespenstes: Denn am Samstagnacht schreckten mein Zimmernachbar Arndt und ich plötzlich aus dem Tiefschlaf auf, weil es einen riesigen Schlag getan hatte. Ein Bild war von der Wand gefallen. Wie? Keene Ahnung. Ein Nachtwandler ist keiner von uns beiden.

Hier in Antholz läuft alles prima. Ich gehe bis Donnerstag das Training sehr ruhig an, werde einen Tag vor dem ersten Wettkampf dann etwas "anzucken" und dann gilt?s: Freitag über 10 km, Samstag über 12,5 km und Sonntag über 15 km ? das ist der Horror an drei aufeinanderfolgenden Tagen in der Höhenluft.

Danach geht?s direkt nach Ridnaun. Dazu haben sich Kralle Stephan und ich entschieden, während alle anderen nochmals zu Frau oder Mama an den heimischen Herd fahren. Wir ziehen das Ding bis zur WM durch. Kuschelzeit ist später! Wobei mir neben meiner Jule auch mein kleiner Neffe Lennox ganz schön fehlt.

?Euer EBS

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