Auch Kati Wilhelm kommt aufgrund der Aktualität am Thema Doping nicht vorbei. In Korea ist sie inzwischen angekommen.

Liebe Biathlon-Freunde,

Nun haben wir die Vorbereitungszeit auch schon wieder hinter uns. Wir sind alle soweit gut drauf, auch wenn die Stimmung wegen der aktuellen Geschehnisse etwas gedrückt ist.

Ihr habt ja sicherlich mitbekommen, dass die WADA, die Internationale Anti-Doping-Behörde, bekannt gegeben hat, dass einige russiche Athleten in einer A-Probe aus Östersund positiv getestet wurden.

Die russische Zeitung "Komsomolskaja Prawda" hat bereits auch Namen veröffentlicht: Es handele sich nach ihren Informationen um Albina Achatowa, die Weltcup-Führende Jekaterina Jurjewa und Dimitri Jaroschenko.

Alle drei Athleten haben sich einverstanden erklärt, dass die jeweilige B-Probe so schnell wie möglich geöffnet werden soll; nur bei einer ebenfalls positiven B-Probe wären sie des Dopings überführt.

Die IBU, unser Weltverband, hat zwischezeitlich auch reagiert und eine vorsorgliche Sperre für die drei ausgesprochen. Am Dienstag soll nun die Öffnung der B-Probe erfolgen.

[image id="43f2e7c7-6676-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Puh, nun haben wir vor der WM das Thema Doping auf dem Tisch, sehr schade!

Aber versteht mich nicht falsch: Ich bin auf jedem Fall für die konsequente Verfolgung und Aufdeckung von jedem Dopingverdacht.

Und dafür steht man selbst auch gerne nochmal um 23.30 Uhr auf und lässt sich testen; alles schon vorgekommen. Nicht umsonst nehmen wir alle die Sache mit unserem Online-Abmelde-System der NADA, dem Nationalen Antidoping-Verband, und alle Tests und Kontrollen trotz aller Unannehmlickeiten für uns sehr ernst. Es ist wichtig, wie man sieht! Hoffentlich klärt sich die ganze Sache noch vor der WM auf.

Am Sonntag sind wir alle von Frankfurt aus mit dem Charterflieger nach Korea. Der 10-stündige Flug ging in einer 747 bis Seoul. Von da waren es dann noch 4 Stunden mit dem Bus. Aber dieses Mal hat alles super mit unserem Gepäck geklappt und bis auf die Zimmerverteilung, die etwas gehakt hat ? manche von uns mussten etwas auf dem Gang warten, bis die Zimmer frei waren - war die Reise dieses Mal mal im Vergleich zum letzten Jahr super okay.

Nun heißt es für uns erst einmal ankommen, auspacken und einrichten. Bei uns ist es ja nun 8 Stunden früher als bei Euch. Inwiefern wir uns hier dem Tagesrhythmus anpassen oder nicht, ist noch nicht ganz klar. Aber bei fast drei Wochen wird uns nicht viel anderes übrig bleiben, wenn wir nicht nur in Dunkelheit leben wollen. Mal sehen wie es wird und wie viel die Koreaner im Vergleich zum letzten Jahr jetzt noch zugelegt haben. Ich melde mich.

Bis dahin, Eure Kati

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel