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Cathleen Martini (v.) und Anschieberin Romy Logsch feiern den Sieg © getty

Martini siegt in Park City knapp vor Kiriasis. Bundestrainer Hoppe freut sich über "einen gelungenen Saisonstart."

Park City - Die deutschen Damen haben zu Beginn der Olympiasaison mit einem Doppelsieg direkt in die Erfolgsspur gefunden, die Männer sind der Konkurrenz unterdessen beim Weltcup-Auftakt nur hinterher gefahren.

Die WM-Dritte Cathleen Martini (Oberbärenburg) siegte in Park City vor Olympiasiegerin Sandra Kiriasis (Hochsauerland) und machte auf der Olympiabahn von 2002 den sechsten Weltcuperfolg ihrer Karriere perfekt.

Die deutschen Piloten verfehlten im US-Bundesstaat Utah hingegen die Podestplätze. Im Zweier sorgte der WM-Neunte Karl Angerer (Königssee) als Sechster für die beste Platzierung für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD), im Vierer landete Vize-Europameister Thomas Florschütz (Riesa) auf dem fünften Rang.

Lange enttäuschend

Der durch eine Adduktorenverletzung gehandicapte dreimalige Olympiasieger Andre Lange (Oberhof) musste sich mit den enttäuschenden Rängen 10 (Zweier) und 17 (Vierer) begnügen.

Besonders am Start machte die Verletzung dem 36-Jährigen zu schaffen. Langes Leistung an den Lenkseilen war zwar in Ordnung, doch den Startverlust konnte er in den 15 Kurven nicht mehr wettmachen.

Aufgrund seiner Verletzung verzichtet Lange auf einen Start in der kommenden Woche beim Weltcup in Lake Placid und wird sich in München untersuchen lassen.

"Das ist absolut richtig. Wir dürfen kein Risiko eingehen und brauchen unbedingt eine genaue Analyse", sagte Cheftrainer Raimund Bethge.

"Sehr guter Saisonstart"

Prächtig war die Stimmung unterdessen bei den Damen. Martini legte in beiden Duchgängen eine Laufbestzeit hin, ballte die Hände zu Fäusten und trommelte vor Freude auf ihren Bob.

"Ich konnte mich im Gegensatz zum Training steigern. Das war ein sehr guter Saisonstart", sagte Martini nach dem Sieg mit ihrer neuen Anschieberin Romy Logsch.

Logsch war in der Vergangenheit noch Anschieberin von Kiriasis. Doch nach einem Streit mit der Weltmeisterin wechselte sie zu Martini, die nun 0,20 Sekunden vor ihrer Konkurrentin mit Anschieberin Berit Wiacker lag.

Hoppe zufrieden

Bundestrainer Wolfgang Hoppe war zufrieden mit der guten Leistung seines Teams. "Respekt für dieses starke Ergebnis. Das war ein gelungener Start in die Saison. Nach der langen Vorbereitung war es wichtig zu sehen, wo wir im internationalen Vergleich stehen", sagte Hoppe.

Seine dritte Starterin Claudia Schramm (Oberhof) landete mit Anschieberin Beatrice-Christine Spataru auf dem zehnten Platz. Der Rückstand auf Martini betrug 0,73 Sekunden.

Anders das Bild bei den Herren knapp zwei Monate vor dem Saisonhöhepunkt in Vancouver.

Angerer verpasst zweiten Durchgang

Angerer verpasste nach Platz sechs im Zweier mit dem großen Schlitten als 24. sogar die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

Florschütz lag im Vierer immerhin nur 0,09 Sekunden hinter Sieger Lyndon Rush aus Kanada. Im Zweier war Florschütz auf Rang acht gefahren. Den Sieg im Zweier sicherte sich trotz einer gebrochenen Rippe der Schweizer Beat Hefti.

"Für Karl war das Ergebnis im Zweier in Ordnung. Thomas konnte im Vierer überzeugen und kann sehr zufrieden sein. Bei Andre ist die Verletzung das Problem. Sonst wäre er sicher ganz vorne um den Sieg mitgefahren", sagte Angerers Trainer Hans Wimmer nach den Auftritten im 1340 m langen Eiskanal.

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