Der Machtkampf um die Führung des Bob-Weltverbandes FIBT wird am Sonntag beim Kongress in Lake Placid entschieden. Präsident Robert Storey muss sich erstmals in seiner 16-jährigen Amtszeit mit einem Gegenkandidaten auseinandersetzen.

Gestützt vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) soll der Italiener Ivo Ferriani die Nachfolge des umstrittenen Kanadiers antreten. Storeys Gegner kritisieren die mangelnde Transparenz, die ihrer Meinung nach schlechte Vermarktung sowie die Budgetüberschreitungen der FIBT.

"Die Handlungsweise des Exekutivkomitees gefährdet die Betreibung des Bob- und Skeletonsports", sagte BSD-Präsident Andreas Trautvetter der "FAZ". Der ehemalige Finanzminister Thüringens kandidiert auf dem Kongress für das Amt des Vizepräsidenten Finanzen.

Laut Trautvetter steht der FIBT nach dem jüngsten Defizit von 2,5 Millionen Euro mit etwa einer Million Euro im Minus. Dieses müsse durch die Zahlung aus den Vermarktungserlösen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) aufgefangen werden.

"Hier ist Geld verbraucht worden, das für den nächsten olympischen Zyklus gedacht ist und zur Sicherung unseres Sports gebraucht wird", sagte Trautvetter.

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