Für die deutschen Bobpilotinnen ist das anvisierte Gold bei der WM in Lake Placid bereits in weite Ferne gerückt.

Die Winterbergerin Sandra Kiriasis weist mit Anschieberin Petra Lammert nach zwei von insgesamt vier Läufen als Zweite bereits 0,41 Sekunden Rückstand auf die führende Olympiasiegerin Kaillie Humphries auf.

Die überragende Kanadierin fuhr auf der schwierigen Bahn am Mount van Hoevenberg in beiden Durchgängen Bestzeit. Platz drei belegt Lokalmatadorin Elana Meyers (+0,50).

Die in diesem Winter noch sieglose Kiriasis, die im ersten Lauf beim Start den Schlitten nicht ganz in der Spur halten konnte und deshalb wertvolle Zeit verlor, gab sich kämpferisch. "Ich habe Platz eins noch nicht aus den Augen verloren", sagte die Olympiasiegerin von 2006.

Thomas Schwab, Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), ist da skeptischer: "Es wird schwer, jetzt noch um den Sieg mitzufahren, dafür war Humphries auch zu überragend. Aber wir kämpfen verbissen um Silber."

"Sandra hatte im ersten Lauf einen Fehler am Start, als ihr Schlitten etwas aus der Spur gekommen ist. Das hat Zeit gekostet."

Titelverteidigerin Cathleen Martini reihte sich auf Platz vier (+0,73) ein. Die 29-Jährige aus Oberbärenburg verlor leicht gehandicapt durch ihre vor zwei Wochen erlittene Fußverletzung ebenfalls am Start viel Zeit. Die Winterbergerin Anja Schneiderheinze belegt zur Halbzeit den achten Rang (+1,08).

Die beiden finalen Durchgänge finden am Samstag (ab 23.00 Uhr/MEZ) statt. Ebenfalls am Samstag greifen die Männer mit den ersten beiden Läufen im Zweier-Wettbewerb ins WM-Geschehen ein.

Shootingstar Maximilian Arndt und Vierer-Weltmeister Manuel Machata rechnen sich dabei Medaillenchancen aus. Francesco Friedrich soll als dritter deutscher Starter vor allem Erfahrungen sammeln.

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