Bobpilot Maximilian Arndt kämpft in der Königsdisziplin Vierer um WM-Gold. Der Europameister aus Oberhof liegt in Lake Placid als Zweiter nach zwei von vier Läufen nur denkbar knapp mit 0,01 Sekunden hinter Olympiasieger Steven Holcomb.

Der Lokalmatador aus den USA war nach seinem Sieg im kleinen Schlitten als haushoher Favorit ins Rennen gegangen.

Doch Arndt bewies vor allem im ersten Durchgang, den der 24-Jährige mit 0,15 Sekunden Vorsprung gewann, dass er Holcomb auf dessen Heimbahn schlagen kann. Bundestrainer Christoph Langen kommentierte Arndts Fabellauf mit den Worten: "Guck' mal einer an!"

Auch Titelverteidiger Manuel Machata wusste nach seinem enttäuschenden siebten Platz im Zweier zu überzeugen und ist als Dritter (+0,28) ebenfalls auf Medaillenkurs.

Junioren-Weltmeister Francesco Friedrich (Oberbärenburg), der im kleinen Schlitten als Vierter überrascht hatte, zahlte im Vierer etwas Lehrgeld und belegt vorerst Rang acht (1,00). Die Entscheidung fällt in den zwei finalen Durchgängen am Sonntag.

Arndts Traum von Gold wäre jedoch beinahe bereits nach wenigen Metern im ersten Lauf geplatzt. Nach dem Start hatte der Pilot große Probleme, in den Schlitten zu steigen.

Trotz der Schwierigkeiten zauberten Arndt und seine Crew um Top-Anschieber Kevin Kuske (Potsdam) in diesem Durchgang die zweitbeste Startzeit aller Teilnehmer aufs Eis.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel