Olympiasieger Steven Holcomb hat den Angriff der deutschen Bobpiloten erfolgreich abgewehrt und sich zum ersten Doppel-Weltmeister seit Andre Lange gekürt.

Eine Woche nach seinem Triumph im kleinen Schlitten gewann der Lokalmatador aus den USA auf seiner Heimbahn in Lake Placid auch die Königsdisziplin Vierer vor Europameister Maximilian Arndt (+0, 50) und Titelverteidiger Manuel Machata (+0,80), die sich mit Silber und Bronze trösten konnten.

Vor allem Shootingstar Arndt, der bereits im Zweier WM-Bronze gewonnen hatte, machte dem haushohen Favoriten Holcomb lange Zeit das Leben schwer.

Nach dem ersten von insgesamt vier Läufen hatte der Oberhofer mit seiner Crew um Top-Anschieber Kevin Kuske sogar mit 0,15 Sekunden in Führung gelegen. "Ich bin überglücklich mit Silber", sagte Arndt.

Aber auch Machata hatte Grund zum Jubeln. Zwar konnte der 27-Jährige aus Potsdam seinen Titelgewinn aus dem Vorjahr nicht wiederholen, doch nach dem enttäuschenden siebten Platz im kleinen Schlitten freute sich Machata über den versöhnlichen Saisonabschluss: "Das passt. Im kommenden Winter wird neu angegriffen."

Im dritten Lauf hatte Machata Pech, als er quasi blind ins Ziel steuerte. Aufgrund der eiskalten Temperaturen war ihm das Visier eingefroren.

Vor Holcomb war es zuletzt 2008 dem inzwischen zurückgetretenen viermaligen Olympiasieger Lange gelungen, in beiden Disziplinen WM-Gold einzufahren.

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