Thomas Florschütz und Francesco Friedrich haben beim Heim-Weltcup in Altenberg für ein Kuriosum gesorgt und zugleich die Ergebniskrise der deutschen Bob-Piloten beendet.

Nach zwei Läufen im strömenden Regen teilten sich die beiden zeitgleichen BSD-Athleten im Zweier-Wettbewerb den ersten Platz. Manuel Machata machte als Dritter (+0,61 Sekunden) den deutschen Dreifachtriumph perfekt.

"Wir haben eine lange Durststrecke hinter uns und sind echt froh, dass wir wieder da sind, wo wir hingehören", sagte der von Kevin Kuske angeschobene Florschütz.

Zuletzt hatte der Olympiazweite vor fast genau einem Jahr ebenfalls in Altenberg ganz oben auf einem Weltcup-Podest gestanden.

Für den 22-Jährigen Friedrich war es nach drei dritten Plätzen in Übersee der erste Weltcup-Sieg seiner Karriere. "Ich bin einfach nur glücklich", sagte der Junioren-Weltmeister.

Begünstigt wurde der deutsche Dreifachsieg jedoch vom Fehlen vieler Top-Piloten wie des Weltmeisters Steven Holcomb (USA), des Russen Alexander Subkow und des Schweizers Beat Hefti. Sie verzichteten auf einen Start auf der anspruchsvollen Bahn im Kohlgrund und trainierten stattdessen im schweizerischen St. Moritz. Dort findet vom 25. Januar bis 3. Februar die Bob-WM statt.