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Seit 2006 läuft Sascha Rabe mit der Berlinerin Tanja Kolbe zusammen © imago

Eistänzer Sascha Rabe kollabiert nach einem Brief vom Verband. Er beschuldigt Sportdirektor Dönsdorf der sexuellen Nötigung.

Berlin - Der Berliner Eistänzer Sascha Rabe hat einen Selbstmordversuch unternommen.

Rabes Anwältin Karla Vogt-Röller bestätigte einen entsprechenden Bericht im "Berliner Tagesspiegel" und befürwortete weitere Gespräche mit der Deutschen Eislauf-Union (DEU) und deren Sportdirektor Udo Dönsdorf.

"Ich habe Sascha Rabe selbst am Montag auf der Intensivstation besucht", sagte die Juristin. Ihr Mandant habe sich mit einem Mix aus Tabletten und Alkohol das Leben nehmen wollen, weil er sich in einem Erschöpfungszustand befinde.

Rabe beschuldigt Dönsdorf, ihn vor drei Jahren in der Nacht vor einer Sichtung im Rahmen eines Kaderlehrgangs in Berlin sexuell genötigt zu haben. Zuletzt hatte Rabe wieder regelmäßig in Berlin trainiert.

Brief von der DEU

Nach Aussage seiner Anwältin sei er kollabiert, nachdem er ein Schreiben von der DEU erhalten hatte. Darin sei er aufgefordert worden, die DEU-Ärzte von ihrer Schweigepflicht auch gegenüber Dönsdorf zu entbinden.

Karla Vogt-Röller hat sich nun erneut für Gespräche mit der DEU und Dönsdorf ausgesprochen. Sie drängt im Auftrag von Rabe darauf, dass Dönsdorf zumindest suspendiert wird, doch der ist unverändert im Amt. Die DEU hat den Fall bereits offiziell abgehakt. (Fall Dönsdorf "erledigt")

Vizepräsident Uwe Harnos sagte, man sei zu der Erkenntnis gelangt, dass es sich um eine Privatangelegenheit von Dönsdorf handele.

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