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Aljona Savchenko und Robin Szolkowy während ihres Kurzprogramms in Tallinn © getty

Die Paarlauf-Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy sind bei den Eiskunstlauf-Europameistermeisterschaften in Tallinn auf Goldkurs.

Tallinn - Geburtstagswunsch erfüllt, erneuter Titelgewinn in Reichweite:

Aljona Savchenko hat an ihrem 26. Geburtstag zusammen mit Partner Robin Szolkowy bei den Europameisterschaften der Eiskunstläufer in Tallinn Kurs auf die vierte Goldmedaille hintereinander genommen.

Die Paarlauf-Weltmeister aus Chemnitz kamen mit ihrem bezaubernden Kurzprogramm "Send in the clowns" auf 74,12 Punkte und ließen damit die beiden russischen Paare Yuko Kawaguti und Alexander Smirnow (73,92) sowie Maria Muchortowa und Sergej Trankow (73,54) knapp hinter sich.

"Diese gute Leistung ist für mich das schönste Geschenk. Aber wir werden in der Kür wieder kämpfen müssen", sagte die gebürtige Ukrainerin, der von ihrem Trainingsrückstands wegen eines grippalen Infektes nichts mehr anzumerken war.

"Preisrichter waren kleinlich und genau"

Als ausdruckstarker Weißclown spielte Savchenko förmlich mit den 5000 Zuschauern in der Saku Suurhall, der Beifall am Schluss des Programms wollte kaum enden.

Dass der Vorsprung ein wenig knapper ausfiel als erwartet, führte Trainer Ingo Steuer auf die strenge Regelauslegung der Juroren zurück:

"Das war eine richtig gute Vorstellung, aber die Preisrichter waren diesmal sehr kleinlich und genau."

Lediglich die parallelen Pirouetten hätten noch ein wenig exakter sein können. Die Kür-Entscheidung fällt am Mittwoch (19.30 Uhr).

Hausch und Wende auf Rang neun

Nicht ganz wie erhofft lief es für die Deutschen Meister Maylin Hausch und Daniel Wende (Oberstdorf/Essen).

Die Schützlinge von Trainer Karel Fajr riskierten den Salchow nur doppelt, die Landung des dreifachen Wurfsalchow musste die 21-Jährige mit der Hand abstützen.

"Wir wollen aber auf jeden Fall unseren achten Platz aus dem Vorjahr verbessern", kommentierte Wende Rang neun und 50,66 Punkte im Zwischenklassement.

"Sie sind mit angezogener Handbremse gelaufen"

Mit einem etwas verhaltenen Tango Romantica waren Christina und William Beier aus Dortmund bereits am Nachmittag in die europäischen Titelkämpfe gestartet.

Die Deutschen Eistanz-Meister blieben mit 29,41 Punkten etwas unter ihren Erwartungen und nehmen nach dem Pflichttanz den 13. Platz ein.

"Sie sind ein bisschen mit angezogener Handbremse gelaufen und können es besser", sagte Bundestrainer Martin Skotnicky, der seinen beiden Schützlingen mehr als 30 Zähler zugetraut hatte.

Das bereits für die Olympischen Winterspiele von Vancouver qualifizierte Geschwisterpaar hatte nach einjähriger Pause in dieser Saison wieder zusammengefunden und strebt in der estländischen Hauptstadt eine Top-Ten-Platzierung an.

Domnina und Schabalin an der Spitze

An die Spitze der Konkurrenz setzten sich Oksana Domnina und Maxim Schabalin mit 42,78 Punkten.

Den Weltmeistern aus Russland am nächsten kamen ihre Landsleute und Titelverteidiger Jana Chochlowa und Sergej Nowitzki (37,87), die Italiener Federica Faiella und Massimo Scali belegten mit 37,47 Zählern Rang drei.

Die EM wird am Mittwoch (10.00 Uhr) mit dem Kurzprogramm der Paare fortgesetzt.

Dabei kommt es zum mit Spannung erwarteten Duell der Rückkehrer zwischen dem russischen Olympiasieger Jewgeni Pluschenko und Ex-Weltmeister Stephane Lambiel aus der Schweiz.

Für die Deutsche Eislauf-Union (DEU) startet der deutsche Meister Stefan Lindemann (Berlin).

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