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Die Olympia-18. Sarah Hecken stürzte auch in Vancouver beim Lutz © getty

Die deutsche Meisterin macht bei ihrer WM-Kür noch einen Platz gut. Die Aufholjagd der Olympiasiegerin Kim endet mit Silber.

Turin - Eine ausgelaugte Olympiasiegerin Kim Yu-Na hat bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften ihren Titel nicht verteidigen können.

Trotz einer Aufholjagd reichte es für die Südkoreanerin vor 6500 Zuschauern im ausverkauften Palavela von Turin mit 190,79 Punkten nur noch zur Silbermedaille.

Neue Weltmeisterin wurde die Olympia-Zweite Mao Asada aus Japan (197,58), die Finnin Laura Lepistö eroberte mit 178,62 Zählern den dritten Rang.

Im Schatten der Topläuferinnen durfte sich Sarah Hecken über ein gelungenes WM-Debüt freuen.

Starke Kür von Hecken

Die Mannheimerin schloss an ein gutes Kurzprogramm eine ebenso starke Kür mit der Saisonbestleistung von 153,94 Punkten an und konnte sich noch um eine Position vom 13. auf den zwölften Platz verbessern.

Damit sind der deutschen Meisterin im nach-olympischen Winter zwei Starts bei Grand-Prix-Wettbewerben sicher.

"Endlich einmal kamen zwei gute Programme zusammen. Das gibt mir viel Motivation für die nächste Saison", sagte die 16-Jährige, die bei den Olympischen Winterspielen von Vancouver die jüngste deutsche Teilnehmerin war. 207539(DIASHOW: Die Damen-Kür von Vancouver)

Dreifacher Lutz misslingt

Erstmals riskierte sie den dreifachen Lutz, konnte ihn aber noch nicht stehen. Doch Trainer Peter Sczypa lobte seinen Schützling: "Sarah verkauft sich gut und erarbeitet sich langsam einen Namen."

Zumindest ihren Ruf wollte Kim Yu-Na verteidigen, doch nach Rang sieben im Kurzprogramm, wo sie sich zwei unerklärliche Schwächen leistete, war die Goldmedaille zu weit entfernt, auch weil die noch in Vancouver so überragende Kür diesmal nicht fehlerfrei war. (VIDEO: Steuer ringt sich Stolz ab)

Die Asiatin wirkte müde und schlapp, tröstend nahm Coach Brian Orser die 19-Jährige nach ihrem Vortrag zum Concerto in F von George Gershwin in die Arme.

Japan mit weiterer Goldmedaille

Die neue Titelträgerin hingegen hatte die lange Saison offensichtlich besser weggesteckt und nutzte ihre unverhoffte Chance.

Wie schon in Vancouver zeigte Asada als einzige Läuferin gleich zweimal den dreifachen Axel und konnte somit ihren Vorsprung behaupten.

Damit ging nach dem Triumph bei den Herren für ihren Landsmann Daisuke Takahashi eine weitere Goldmedaille nach Japan, wo 2011 in Tokio die nächsten Weltmeisterschaften ausgetragen werden. (Aljona Robin: Silber ist nicht das Ende)

Russland nur Dritter

In der Paarlauf-Konkurrenz setzten sich die Chinesen Qing Pang und Tong Jian durch, Gold im Eistanz ging an die kanadischen Olympiasieger Tessa Virtue und Scott Moir.

Für die einstige Eiskunstlauf-Großmacht Russland reichte es nur zu einem dritten Platz im Paarlauf.

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