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Aljona Savchenko und Robin Szolkowy gewannen 2004 die Deutsche Meisterschaft © getty

Nach Problemen im Kurzprogramm kommt für Savchenko/Szolkowy der Erfolg. Vor allem wegen eines Kür-Elements und Trainer Steuer.

Everett/Washington - Eine "Steuerklage" ihres Trainers hat Aljona Savchenko und Robin Szolkowy zum ersten Grand-Prix-Sieg im vorolympischen Winter getrieben.

Die Paarlauf-Weltmeister aus Chemnitz gewannen in Everett/Washington den Traditionswettbewerb "Skate America" am Ende klar, nachdem sie sich im Kurzprogramm noch mit Platz zwei hatten begnügen müssen.

"Da war Robin indiskutabel, das darf er sich als Weltmeister nicht erlauben", wetterte Coach Ingo Steuer, und prompt legten die beiden Sachsen in der Kür deutlich zu.

Dreifacher Salchow - kein Problem

Mit 180,77 Punkten lagen die Europameister im Schlussklassement vor Keauna McLaughlin und Rockne Brubaker aus den USA (172,69) sowie den Russen Maria Muchortowa und Maxim Trankow (167,67).

Nach der neuen Kür zur Filmmusik "Schindlers Liste" war Steuer schon wieder milder gestimmt, denn der parallel gesprungene dreifache Salchow - in der vergangenen Saison noch ein Problemfall - klappte diesmal ohne jeden Makel: "Das ist ein großer Fortschritt.

"Dafür missriet der dreifache Wurfsalchow, doch mit diesem Patzer belastete sich Savchenko nicht lange. "Das war nur ein kleines technisches Problem", sagte die gebürtige Ukrainerin.

Platz drei würde reichen

Szolkowy gestand seinen Aussetzer in der Kurzkür ein: "Mit dem Körper war ich auf dem Eis, aber mit dem Kopf war ich ganz woanders. " Noch besser machen können es die fünfmaligen deutschen Meister bei ihrem nächsten Grand-Prix-Auftritt am 14./15. November in Paris.

Dort würde den Weltranglisten-Ersten bereits ein dritter Platz zur Qualifikation für das Grand-Prix-Finale Mitte Dezember in Seoul reichen.

Von diesem lukrativen Endkampf kann Annette Dytrt nur träumen. Die Oberstdorferin sprang im Kurzprogramm den dreifach geforderten Salchow nur doppelt und musste somit im Zwischenklassement mit Rang sieben unter elf Teilnehmerinnen zufrieden sein.

Überraschung für Japan

An die Spitze setzte sich die WM-Dritte Kim Yu-Na aus Südkorea vor den beiden Japanerinnen Miki Ando und Yukari Nakano.

Gold für Japan holte in der Herren-Konkurrenz überraschend Takahiko Kozuka, der sich mit der besten Kür noch an den favorisierten Amerikanern Johnny Weir und Evan Lysacek vorbeischob.

Im Eistanz gingen die Weltmeister Isabelle Delobel und Olivier Schoenfelder aus Frankreich als Führende in die Kür-Entscheidung, gefolgt von Tanith Belbin und Benjamin Agosto aus den USA sowie dem schottischen Geschwisterpaar Sinead und John Kerr.

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