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Aljona Savchenko und Robin Szolkowy gewannen bei Olympia 2010 Bronze © getty

Das deutsche Vorzeige-Paar ist beim EM-Kurzprogramm eine Klasse für sich. Selbst der dreifache Toe-Loop bereitet keine Probleme.

Bern - Das Publikum begeistert und den vierten EM-Titel vor Augen:

Die deutschen Paarlauf-Meister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy laufen bei den Europameisterschaften in Bern in der Goldspur.

Für ihr Folklore-Programm "Korobuschko" erhielten die beiden Chemnitzer 72,31 Punkte und distanzierten sowohl die russischen Titelverteidiger Yuko Kawaguti und Alexander Smirnow (69,49) als auch deren Landsleute Wera Basarowa und Juri Larjonow (62,89) deutlich.

Die 1000 Zuschauer in der Berner Arena klatschten begeistert mit, als die Olympia-Dritten von Vancouver ihr Programm souverän und fehlerfrei abspulten. Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News

Dreifacher Toe-Loop gelingt

Auch der dreifache Toe-Loop, zuletzt bei den nationalen Titelkämpfen in Oberstdorf, gelang einwandfrei.

Trainer Ingo Steuer ballte die Fäuste und stimmte in den Beifall der Besucher mit ein, als seine Schützlinge das Eis mit einem strahlenden Lächeln verließen. Die Kür-Entscheidung fällt am Donnerstag (19.15 Uhr).

Hausch/Wende nur auf Rang sechs

Ein Sturz beim dreifachen Wurf-Flip störte den ansonsten harmonischen Eindruck der Kurzkür von Maylin Hausch und Daniel Wende.

Statt sich wie geplant unter den Top-Five zu platzieren mussten sich die beiden Oberstdorfer mit Rang sechs begnügen, nachdem ihnen im November beim Grand Prix in Paris ein dritter Platz gelungen war.

"Wir müssen damit zufrieden sein, auch wenn der Patzer total ärgerlich ist", sagte Wende, auch seine Partnerin trauerte den verlorenen Zählern nach: "Drei bis vier Punkte hat uns das mindestens gekostet."

Immerhin: Gesundheitliche Probleme blieben diesmal aus, noch bei den deutschen Meisterschaften in Oberstdorf hatten die Schützlinge von Trainer Karel Fajfr grippebedingt auf eine Titelverteidigung verzichten müssen.

Dreifacher Wurf-Salchow sorgt für Probleme

Noch Lehrgeld bezahlen mussten Katharina Gierok aus Krefeld und der Essener Florian Just. Bei ihrem gemeinsamen EM-Debüt kamen die DM-Dritten nicht über Rang elf (40,70) hinaus, beim dreifachen Wurf-Salchow kam die 19-Jährige zu Fall.

"An diesem Fehler waren wir beide ein bisschen beteiligt", meinte Just.

Bereits am Nachmittag hatten sich nach vierjähriger Pause die deutschen Eistanz-Meister Nelli Zhiganschina und Alexander Gaszi mit einem lustigen Clowns-Tango und einem nie erwarteten siebten Platz und 57,82 Punkten nach dem neuen Kurztanz zurückgemeldet.

"Das ist eben einfach ein großartiges Programm", sagte der 26-Jährige und strahlte dabei mit seiner Partnerin um die Wette. 2007 war das Duo nicht über Rang 16 hinausgekommen.

Pechalat/Bourzat an der Spitze

Angesichts dieses positiven Zwischenresultats konnten es die beiden Oberstdorfer leicht verschmerzen, dass die erwartungsgemäß mit der Medaillenvergabe bei der Kür-Entscheidung am Freitag (19 Uhr) nichts zu tun haben werden.

Die Spitze übernahmen Nathalie Pechalat und Fabian Bourzat mit 66,91 Punkten, den beiden Franzosen am nächsten kamen Jekaterina Bobrowa und Dimitri Solowjew (65,46) aus Russland sowie die Briten Sinead und John Kerr (62,87).

Die Schützlinge von Bundestrainer Martin Skotnicky trotzten erfolgreich den eisigen Temperaturen in der Berner Arena und zauberten mit ihrem Tanz aus einem Cirque-du-Soleil-Programm den in dicke Armeedecken eingehüllten Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht.

Das Tor zur Weltklasse

"Bis jetzt kann man nur sehr zufrieden sein. Nelli und Alex sind genau das gelaufen, was sie können. Sie klopfen schon an das Tor zur Weltklasse."

Die europäischen Titelkämpfe werden am Donnerstag (14 Uhr) mit dem Kurzprogramm der Herren fortgesetzt.

Für die Deutsche Eislauf-Union starten der deutsche Meister Peter Liebers aus Berlin sowie der Erfurter Denis Wieczorek.

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