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Aljona Savchenko und Robin Szolkowy sind eine Klasse für sich © getty

Das deutsche Traumpaar Savchenko/Szolkowy eilt von Sieg zu Sieg und gewinnt auch in Paris. Doch es gibt auch Kritik.

Paris - Die Konkurrenz staunte, der Sportdirektor lobte, nur Trainer Ingo Steuer warnte vor Selbstzufriedenheit.

"Noch können wir uns den Luxus erlauben, Fehler zu machen, aber schon beim Finale ist es damit vorbei", mahnte der Coach seine Schützlinge Aljona Savchenko und Robin Szolkowy, als habe es den ungefährdeten Sieg der Paarlauf-Weltmeister beim Grand-Prix-Wettbewerb in Paris nicht gegeben.

Doch obwohl die gebürtige Ukrainerin Savchenko beim dreifachen Wurfflip stürzte und ihr Partner beim Wurfsalchow patzte, hatten die Rivalen der beiden Chemnitzer im Palais Omnisports de Bercy nicht den Hauch einer Siegchance.

Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU), analysierte das Geschehen auf dem Eis mit sichtlichem Wohlwollen: "Aljona und Robin zeigen zwei außergewöhnliche Programme, die sie vom Rest der Paarlaufwelt abheben. Selbst bei dem einen oder anderen Fehler sind sie überlegen."

An den Pirouetten arbeiten

Damit dies aber auch beim Grand-Prix-Finale in vier Wochen in Seoul sowie bei den Europa- und Weltmeisterschaften 2009 so bleibt, wollen und müssen die beiden Sachsen speziell an ihren Pirouetten arbeiten, die in der französischen Hauptstadt von den Preisrichtern kritisch beäugt wurden.

"Unsere Bewertungen waren viel zu niedrig, unsere Innovationsfreude wird nicht belohnt", klagte Steuer.

Den nicht zu bändigenden Ehrgeiz ihres Trainers haben die fünfmaligen Deutschen Meister mittlerweile total verinnerlicht, Nachlässigkeiten bei der täglichen Trainingsarbeit sind da nicht zu erwarten.

"Es bleibt noch genügend Luft"

Szolkowy: "Es bleibt immer noch genügend Luft, um uns zu verbessern. Wir wissen auch, dass wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen dürfen."

Und so ist ein Ende der Erfolgsgeschichte nicht in Sicht. In den vergangenen 20 Monaten haben Savchenko/Szolkowy nur einen einzigen Wettkampf verloren, die ersten Rivalen beginnen schon zu resignieren.

"Es wird nicht leicht werden, die beiden Deutschen irgendwo einmal zu schlagen", sagte Vize-Europameister Maxim Trankow, mit seiner russischen Partnerin Maria Muchortowa in Paris wieder einmal zweiter Sieger hinter dem Steuer-Paar.

Liebers mit gutem Debüt

Im Schatten von Savchenko/Szolkowy lieferte Peter Liebers in der Herren-Konkurrenz ein unerwartet gutes Grand-Prix-Debüt ab.

Der Berliner kam auf Rang sechs und kassierte dafür ein Lob von Sportdirektor Dönsdorf: "Ich denke, wir können international auf ihn bauen, denn mittlerweile kann er den dreifachen Axel solide springen."

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