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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Aljona Savchenko und Robin Szolkowy holten bereits zwei Mal WM-Gold © getty

Das deutsche Duo muss so spät wie noch nie bei einer WM ran. Steuer spricht von Motivationsproblemen, Moskau hat Probleme.

Hamburg - Weltmeisterschaften statt Urlaub: Normalerweise legen Aljona Savchenko und Robin Szolkowy Ende April längst die Füße hoch - ohne Schlittschuhe.

Doch im Jahr der atomaren Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima ist alles anders.

Tokio musste die Ausrichtung der Welttitelkämpfe zurückgeben, kurzfristig sprang Moskau ein, wenn auch mit vierwöchiger Verspätung.

Durchaus ein Motivationsproblem für die Paarlauf-Europameister, die in der russischen Metropole ihren dritten WM-Titel anstreben.

Eisgala zugunsten der Erdbebenopfer

"Zeitweise war es so, als hätte jemand den Stecker gezogen", berichtet Trainer Ingo Steuer, zumindest logistisch wurden aber alle Schwierigkeiten im heimischen Chemnitz überwunden.

Die eigentlich bis Ende März begrenzte Eiszeit in der Halle am Küchwald wurde bis Ostern verlängert, die Kosten dafür (40.000 Euro) teilten sich das Bundesinnenministerium, die Stadt Chemnitz und das sächsische Kultusministerium.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Und die in dieser Saison noch ungeschlagenen Gastgeber werden die nach-olympische Saison sogar freiwillig verlängern.

Am Tag nach WM-Ende findet in St. Petersburg eine Eisgala zugunsten der Erdbebenopfer im fernöstlichen Kaiserreich statt. Steuer: "Das unterstützen wir natürlich und haben deshalb unsere Teilnahme zugesagt."

Knappe Vorbereitungszeit

Nicht nur sportlich, auch organisatorisch ist die WM in der Megasport-Arena eine Herausforderung für das russische OK vor Ort sowie den Weltverband ISU.

Wegen der knappen Zeit sind Dekoration und hübsch anzuschauende Blumengebinde weniger gefragt, die essenziellen Dinge stehen im Vordergrund.

ISU-Sportdirektor Peter Krick ist da ganz klar strukturiert:

"Es geht jetzt nur um die reinen Fakten, dass alles funktioniert und passt. Man macht jetzt einfach nach einer Prioritätenliste das, was notwendig ist. Das Wichtigste ist, dass die Leute dahin kommen, wo sie hinwollen und dass sie ein Bett haben und dass es irgendwann auch mal was zu essen gibt."

Liebers eröffnet

Der deutsche Meister Peter Liebers aus Berlin ist der erste Athlet der Deutschen Eislauf-Union (DEU), der am Ostermontag (12 Uhr MESZ) den Wettkampf mit der internationalen Konkurrenz aufnimmt.

Eine Top-10-Platzierung dürfte für den 23-Jährigen aber schwierig zu realisieren sein.

Dies gilt auch für die Mannheimerin Sarah Hecken, die deutschen Eistanz-Meister Nelli Ziganschina und Alexander Gazsi aus Oberstdorf sowie die Paarläufer Maylin Hausch und Daniel Wende.

Der WM-Zeitplan

Ostermontag: Männer, Qualifikation (12 Uhr).

Dienstag: Eistanz, Qualifikation (10 Uhr), Damen, Qualifikation (13.30 Uhr).

Mittwoch: Männer, Kurzprogramm (11.30 Uhr), Paarlauf, Kurzprogramm (17.30 Uhr).

Donnerstag: Herren, Kür (11 Uhr), Paarlauf, Kür (16 Uhr).

Freitag: Damen, Kurzprogramm (11.30 Uhr), Eistanz, Kurztanz (16.30 Uhr).

Samstag: Damen, Kür (11.30 Uhr), Eistanz, Kür (16.30 Uhr).

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