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Nach einem Sturz gestern konnten Savchenko/Szolkowy doch noch ihren Titel verteidigen © imago

Savchenko/Szolkowy gelingt die Titelverteidung. Auch wenn der Trainer zunächst würtend war. Die anderen Deutschen enttäuschen.

Helsinki - Hattrick vollendet, Publikum begeistert - Aljona Savchenko und Robin Szolkowy haben sich bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Helsinki souverän die programmierte Goldmedaille abgeholt.

Vor 6000 Zuschauern in der Hartwall-Arena siegten die Paarlauf-Weltmeister mit einer glanzvollen Kür und 199,07 Punkten vor den Russen Yuko Kawaguchi und Alexander Smirnow (182,77) sowie Maria Muchortowa und Maxim Trankow (182,07).

Nahezu fehlerfrei spulten die alten und neuen Titelträger ihre gefühlvolle Kür zur Filmmusik "Schindlers Liste" ab. Bis auf einen kleinen Wackler der gebürtigen Ukrainerin gab es an dem Programm kaum etwas auszusetzen.

Selbst der sonst so kritische Trainer Ingo Steuer grinste breit, als seine Schützlinge vom Eis kamen und nahm die Blondine geradezu liebevoll in den Arm.

Konkurrenz patzt

Die Konkurrenz machte es allerdings den sechsmaligen deutschen Meistern leichter als erwartet. Insbesondere die nach dem Kurzprogramm führenden Russen Maria Muchortowa und Maxim Trankow hatten einen rabenschwarzen Tag erwischt und konnten ihre Spitzenposition nicht behaupten.

In dieser Verfassung ist für Aljona Savchenko und Robin Szolkowy auch die Verteidigung des WM-Titels ein realistisches Ziel.

Kritik vom Trainer

Noch nach dem nicht fehlerfreien Kurzprogramm am Dienstag hatte Steuer Kritik an der Einstellung von Szolkowy geübt und ihm die Hauptschuld an Rang zwei in der Kurzkür gegeben.

"Robin weiß manchmal nicht, worum es geht. Ich hoffe, dass er bald wieder aufwacht. Er muss wissen und lernen, was wichtig für ihn ist und er muss über seine Einstellung nachdenken."

Wende mit Bänderverletzung

Ihr Minimalziel erreichten Maylin Hausch aus Oberstdorf und der Essener Daniel Wende. Die deutschen Vize-Meister landeten bei ihrem gemeinsamen EM-Debüt auf Rang acht und qualifizierten sich damit für die Welttitelkämpfe Ende März in Los Angeles.

Und das, obwohl der 24-Jährige wegen einer Bänderverletzung im rechten Fuß derzeit nur Doppelsprünge absolvieren kann.

Liebers enttäuscht

Bereits am Nachmittag hatte sich der deutsche Meister Peter Liebers mit gleich zwei Patzern beim Sturm auf die Top-Ten als 14. mit 62,19 Punkten vorerst eine blutige Nase geholt.

Der Schützling von Trainerin Viola Striegler musste in der Kombination den dreifachen Toe-Loop mit der Hand abstützen, den Axel drehte er nur doppelt statt dreifach. Der Sportsoldat muss nun in der Kür am Donnerstag (17.45 Uhr) versuchen, EM-Rang 13 aus dem Vorjahr zu verbessern.

Spannung um den Titel

Die Konkurrenten, denen sich Liebers eigentlich nähern wollte, werden sich am Donnerstag einen hochspannenden Kampf um den Titel liefern.

Dabei verschaffte sich Ex-Champion Brian Joubert mit dem besten Kurzprogramm und 86,90 Punkten die beste Ausgangsposition, Titelverteidiger Tomas Verner aus Tschechien wahrte mit 81,45 Zählern seine Chancen.

Sturz bei Rittberger

Der unmittelbar nach Liebers laufende deutsche Vize-Meister Clemens Brummer konnte die Chance nicht nutzen, an seinem Berliner Trainingskollegen vorbeizuziehen.

Der 22 Jahre alte Student konnte sich beim dreifachen Rittberger nicht auf den Beinen halten und durfte mit 53,47 Punkten froh sein, überhaupt als 22. das Kürfinale erreicht zu haben.

Die europäischen Titelkämpfe werden am Donnerstag (12.00 Uhr) mit dem Originaltanz der Eistänzer fortgesetzt.

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