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Claudia Pechstein ist sie die bisher erfolgreichste deutsche Winterolympionikin © getty

Um ihre Blutwerte zu erklären, bietet Claudia Pechstein eine Langzeit-Kontrolle an. Werner Franke interessiert aber etwas anderes.

Berlin - Dopingexperte Professor Werner Franke hat die von der gesperrten Eisschnellläuferin Claudia Pechstein vorgeschlagene Langzeitkontrolle zur Klärung ihrer schwankenden Retikulozyten-Werte begrüßt.

"Wenn sie sich dabei im Training unterschiedlichen Belastungen aussetzt und die Blutwerte schwankend blieben, wäre das interessant", sagte der Molekularbiologe.

Voraussetzung eines gelungenen Experiments sei jedoch, dass man der Berlinerin in dieser Phase nachweisen könne, dass sie keinerlei unerlaubte Substanzen einnehme.

Jeden dritten Tag eine Blutprobe

Pechstein hatte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz angeboten, sich einer sechswöchige Untersuchung unter Aufsicht der Nationalen Antidoping-Agentur NADA zu unterziehen, um den Vorwurf des Blutdopings zu entkräften.

Täglich zweimal solle der Urin von Pechstein geprüft und jeden dritten Tag eine Blutprobe von verschiedenen Laboren entnommen werden.

"So könnten wir klären, dass die Schwankungen der Retikulozyten-Werte auf normale Ursachen zurückzuführen sind", sagte Pechsteins Manager Ralf Grengel.

Knackpunkt sind die Werte vor den Großereignissen

Franke betonte aber auch, dass die Erklärung der divergierenden Retikulozyten-Werte in seinen Augen im Fall Pechstein nicht der entscheidende Punkt seien.

"Mich interessiert viel mehr, warum die Blutwerte von Frau Pechstein in der Vergangenheit vor Großereignissen immer in die Höhe gingen. Das ist der Knackpunkt", sagte der Heidelberger Molekularbiologe, der einer der größten Kritiker Pechsteins ist.

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