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Claudia Pechstein gewann in Turin Gold mit dem Team © getty

Eigens durchgeführte Messungen liefern nach Darstellung der fünfmaligen Olympissiegerin Claudia Pechstein entlastende Indizien.

Berlin - Die wegen auffälliger Blutwerte gesperrte Eisschnellläuferin Claudia Pechstein geht neun Tage vor ihrer Verhandlung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS erneut in die Offensive.

Nach einem Bericht der "Sport Bild" hat die fünfmalige Olympiasiegerin vom 21. Juli bis 25. September auf eigene Kosten Messungen ihrer Blutwerte vom Berliner "Labor 28" durchführen lassen.

Diese Messungen sollen nach ihrer Darstellung entlastende Indizien geliefert haben.

Demnach wurden insgesamt 19 Proben jeweils mit den beiden Geräten Advia und Sysmex gemessen, wobei gravierende Schwankungen bei den Retikulozytenwerten aufgetreten seien.

"Medizinisch nicht zu erklären"

Das Advia-Gerät lieferte Werte von 1,4 bis 2,9, das Sysmex-Gerät von 1,1 bis 1,6 Prozent.

Am 11. August betrug Pechsteins Retikulozytenwert beispielsweise laut Advia 2,9, laut Sysmex aber nur 1,4.

"Diese Werte haben uns auch überrascht und sind medizinisch nicht zu erklären", wurde Labormediziner Lothar Röcker zitiert.

Pechstein wertet die neuen Messergebnisse als willkommenes Indiz für ihre Unschuld, nachdem es ihr bislang nicht gelungen war, eine Blutanomalie oder eine Krankheit für ihre erhöhten Werte nachzuweisen.

Einspruch gegen Zweijahressperre

"Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, anhand von Belastungsstudien gleich mehrfach nachzuweisen, dass meine Retikulozyten, gemessen auf einer Advia 120, auf natürlichem Wege über den ISU-Grenzwert ansteigen können", sagte die 37-Jährige, die wegen zu hoher Retikulozytenwerte - der Grenzwert beträgt 2,4 - vom Weltverband ISU gesperrt worden war.

Pechstein war von der Disziplinarkommission der ISU für zwei Jahre gesperrt worden, hatte gegen dieses Urteil jedoch beim CAS in Lausanne Einspruch eingelegt. Die Sache wird am 22. und 23. Oktober vor dem CAS verhandelt.

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