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Jenny Wolf gewann 2009 bei der Einzelstrecken-WM in Richmond Gold © getty

Weltmeisterin Jenny Wolf gewinnt bei den deutschen Meisterschaften in Rekordzeit und will beim Weltcup noch schneller laufen.

Berlin - Jenny Wolf hat bei den deutschen Meisterschaften im Eisschnelllauf einen Saisonauftakt nach Maß erwischt und ist für den Weltcup-Start in einer Woche an gleicher Stelle bestens gerüstet.

Die Weltmeisterin siegte auf ihrer Paradestrecke 500 m und verbesserte im zweiten Lauf (38,04 Sekunden) den DM-Rekord.

"Die Zeit war toll. Ich bin happy", sagte Wolf. Nach dem Gewinn ihres elften nationalen Titels lüftete die 30-Jährige das Erfolgsgeheimnis.

"Ich habe am Schlittschuh an einigen Schrauben gedreht. Dadurch saß der Schuh lockerer und ich hatte ein besseres Gefühl", sagte Wolf.

"Kann noch schneller laufen"

Mit Zuversicht blickte die Seriensiegerin (40 Weltcup-Siege) dem ersten Weltcup entgegen.

"Ich fühle mich sehr gut und kann bestimmt noch schneller laufen", sagte Wolf, die über 500 m dreimal in Folge Weltmeisterin wurde, den Weltrekord (37,02) hält und für die Olympischen Spiele in Vancouver (12. bis 28. Februar) auf der Strecke Favoritin ist.

Anschütz-Thoms siegt über 1500

Zweite in Berlin über 500 m wurde Heike Hartmann (Inzell), Platz drei ging an Pamela Zoellner (Erfurt). Monique Angermüller (Berlin), die am Vortag den ersten DM-Titel ihrer Karriere gewonnen hatte, sagte ihre Teilnahme wegen einer Leistenverletzung ab.

Über 1500 m sicherte sich Team-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms den Sieg und feierte ihren 10. DM-Titel.

Ihle mit Meisterschaftsrekord

Bei den Männern ließ Nico Ihle aufhorchen.

Der Sprinter aus Chemnitz erzielte bei seinem Sieg über 500 m in 35,96 und 35,85 Sekunden Meisterschaftsrekorde.

"Im zweiten Lauf war sogar noch eine Steigerung drin, da ich kleine Fehler gemacht habe", sagte Titelverteidiger Ihle.

Zweiter über 500 m wurde der wiedererstarkte Jan Friesinger aus Inzell, der sich am Vortag den Titel über 1000 m gesichert hatte. Auf Platz drei lief Anton Hahn (Erfurt).

Anni Friesinger stolz auf Bruder

Ein tolles Comeback feierte Jan Friesinger, der sich nach seinem Erfolg über 1000 m am Freitag am Samstag auch den Titel über 1500 m (1:49,95) holte.

Der mittlerweile in Norwegen lebende Friesinger hatte 2005 zuletzt bei einer DM gesiegt.

"Er ist mit zwei Siegen der Athlet der Meisterschaften. Ich bin sehr stolz auf ihn", sagte seine berühmte Schwester Anni Friesinger-Postma

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