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Marianne Timmer wurde von der Chinesin Yu Jing mit in die Bande gerissen © getty

Jenny Wolf siegt beim Weltcup in Herenveen vor ihrer Erzrivalin Wang Beixing aus China. Marianne Timmer stürzt schwer.

Heerenveen- Die Berliner Eissprinterin Jenny Wolf hat in Heerenveen ihren 42. Weltcup-Sieg gefeiert.

Die Weltrekordlerin siegte zum Auftakt des zweiten Weltcups in der niederländischen Kufenhochburg über 500 m in 37,93 Sekunden und verwies im direkten Duell ihre Erzrivalin Wang Beixing aus China (38,19) auf den zweiten Platz. Dritte wurde Annette Gerritsen (38,23).

Durch ihren zweiten Sieg im dritten Weltcupsprint der Saison übernahm Wolf mit 280 Punkten auch die alleinige Führung in der Gesamtwertung vor Wang (260), die vor einer Woche das erste Rennen in Berlin vor Wolf gewonnen hatte.

Wolf verpasste in Heerenveen durch einen Stolperer auf der Gegengeraden nach extrem schnellen ersten 100 m (10,19) den möglichen Bahnrekord, den sie in 37,60 Sekunden hält.

Timmer stürzt schwer

Überschattet wurde das Rennen von einem schwerem Sturz der zweimaligen 1000-m-Olympiasiegerin Marianne Timmer.

Die Niederländerin wurde in der Zielkurve von der zuvor gestürzten Chinesin Yu Jing mitgerissen. Beide knallten mit etwa 50 km/h in die Bande.

Während Yu mit einer Schnittwunde relativ glimpflich davonkam, geriet Timmer mit den Beinen unter die Bandenbegrenzung und erlitt nach einer ersten Diagnose einen Sprunggelenks- und Unterschenkelbruch am linken Fuß, der unter der Luftkissenbande hängengeblieben war.

Längere Rennunterbrechung

Timmer wurde mehrere Minuten auf dem Eis behandelt und mit einer Trage von der Bahn gebracht.

Der Oranje-Teamarzt sowie ihr Lebensgefährte Henk Timmer, ehemaliger Fußball-Nationaltorwart der Niederlande, begleiteten sie ins Krankenhaus.

Das Rennen wurde für etwa eine halbe Stunde unterbrochen.

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