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Jenny Wolf tritt in Heerenveen ohne die große Konkurrenz aus China an © getty

Bereits vor dem Weltcup-Finale ist Wolf ein weiterer Sieg sicher. Ihr winkt ein Jubiläum. Auch Beckert darf auf Reibach hoffen.

München - Jenny Wolf will den fünften Triumph im Gesamtweltcup genießen, Stephanie Beckert kann ihre Traum-Saison mit dem Langstrecken-Weltcup krönen, und Anni Friesinger-Postma lässt in ihrem "Wohnzimmer" das Eisschnelllauf-Jahr ausklingen.

Das Weltcup-Finale in der niederländischen Kufen-Hochburg Heerenveen hat es für das deutsche Top-Trio zwei Wochen nach Olympia noch einmal in sich.

Schon vor dem ersten Start in Heerenveen durfte sich Jenny Wolf über den Gewinn ihres fünften Sprint-Weltcups in Folge freuen.

Konkurrenz scheut Europa

"Ihre Konkurrentin Wang Beixing steht nicht auf der Teilnehmerliste. Damit müsste Jenny gewonnen haben", sagte Teamchef Helge Jasch von der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG).

Nur noch ihre chinesische Dauerrivalin Wang hätte Wolf auf dem Weg zum fünften Triumph stoppen können. Allerdings scheute die Asiatin offenbar erneut die Reise nach Europa.

Die Olympia-Zweite Wolf steuert in Heerenveen einem Jubiläum entgegen. Mit Siegen in den zwei Rennen über 500 m würde sie ihre Weltcup-Erfolge Nummer 49 und 50 einfahren. "Das könnte passen", sagte die Berlinerin.

Beckert vor nächstem Coup

Hoffnungen auf 14.000 Dollar Preisgeld (10.250 Euro) für den Gesamt-Weltcup darf sich auch noch Stephanie Beckert machen.

Sollte die Erfurterin am Freitag über 3 000 m den dritten Weltcup-Sieg verbuchen, würde sie Olympiasiegerin Martina Sablikova aus Tschechien in der Gesamtwertung noch überholen und ihren nächsten Coup landen.

Die 21 Jahre alte Beckert war mit dem Team-Olympiasieg und zwei Silbermedaillen über die Langstrecken die mit Abstand erfolgreichste deutsche Eisschnellläuferin in Vancouver. Sablikova hatte sie beide Male bezwungen.

"Saisonende wird herbeigesehnt"

"Natürlich kann Steffi es schaffen, aber eine Prognose ist schwierig", sagt Bundestrainer Markus Eicher: "Alle sehnen auch ein bisschen das Saisonende herbei. Mal sehen, wer noch am besten drauf ist."

Das Weltcup-Finale in Heerenveen ist nicht für alle Läuferinnen der Saisonabschluss. Eine Woche später findet an gleicher Stelle die Mehrkampf-WM statt.

Dort geht vor allem Team-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms mit Medaillenhoffnungen ins Rennen. Ihre Erfurter Teamkollegin Beckert ist wegen der Schwäche auf den kurzen Distanzen chancenlos.

Friesinger lässt Vierkampf aus

Die ehemalige Mehrkampf-Königin Anni Friesinger-Postma wird auf den Vierkampf in der Thialf-Halle verzichten. Sie will am Samstag über 1 500 m die zunächst enttäuschend verlaufene "Seuchen-Saison", die erst mit dem Team-Olympiasieg ein Happy-End fand, ausklingen lassen.

"Das will sie sich nicht entgehen lassen. Schließlich ist Thialf so etwas wie ihr Wohnzimmer", sagt Manager Klaus Kärcher.

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