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Jenny Wolf übernimmt wieder die alleinige Führung im Gesamt-Weltcup © getty

Eine Woche nach ihrer Pleite gegen Dauerrivalin Wang Beixing übernimmt Jenny Wolf wieder die alleinige Führung im Gesamt-Weltcup.

Heerenveen - Revanche geglückt, Bahnrekord eingestellt, Weltcup-Führung gefestigt:

Jenny Wolf ist ein Start nach Maß in den 2. Eisschnelllauf-Weltcup im niederländischen Kufen-Mekka Heerenveen gelungen.

Eine Woche nach der Niederlage gegen ihre Dauerrivalin Wang Beixing auf ihrer Heimbahn in Berlin stellte die Weltrekordlerin und Weltmeisterin in der Thialf-Halle ihren eigenen Bahnrekord von 37,60 Sekunden ein und verwies die Chinesin (37,63) diesmal knapp auf Platz zwei.

Bei Wolfs insgesamt 28. Weltcup-Erfolg wurde Lee Sang-Hwa aus Südkorea (38,22) Dritte.

Wolf sieht noch Luft nach oben

"Ich habe mich mehr konzentriert als in Berlin und bin froh, dass es so gut gelaufen ist", sagte Wolf, die vor ihrer Konkurrentin dennoch den Hut zog: "Mir war schon klar, dass sie an mir dran ist, aber so nah - das ist eine neue Situation."

Übermäßig beeindruckt war die Weltrekordlerin von der Chinesin allerdings nicht. "Wir sind noch am Anfang der Saison, und ich bin noch nicht so weit, mein volles Potenzial abzurufen. Wenn das der Fall ist, glaube ich, dass ich Wang im Griff habe", sagte Wolf, die bei ihrem Blitzstart ins Rennen in 10,22 Sekunden genauso schnell war wie bei ihrem 100-m-Weltrekord.

Pechstein und Anschütz-Thoms verpassen Podest

Derweil verpassten die Team-Olympiasiegerinnen Claudia Pechstein und Daniela Anschütz-Thoms einen Podestplatz über 3000 m.

Pechstein wurde beim Heimsieg der Niederländerin Renate Groenewold (4:04,85) in 4:05,88 Minuten Vierte vor Anschütz-Thoms (4:07,13), die eine Woche zuvor beim Weltcup-Auftakt in Berlin noch Zweite geworden war. Pechstein, die in ihrer Heimatstadt Rang fünf erreicht hatte, kostete ein Stolperer in der vorletzten Runde eine bessere Platzierung.

"Wäre der nicht gewesen, hätte ich vielleicht sogar Groenewold geschlagen. Ich könnte mir in den Allerwertesten beißen", sagte Pechstein.

Rang zwei für die Weltmeisterin

Weltmeisterin und Weltrekordlerin Martina Sablikova aus Tschechien (4:05,54) musste sich überraschend mit Rang zwei begnügen. Dritte wurde Groenewolds Teamkollegin Diane Valkenburg (4:05,70).

Die Erfurterin Stephanie Beckert, die als Neunte bereits zum Saisonauftakt in Berlin überzeugt hatte, drückte ihre persönliche Bestzeit um eine knappe Sekunde auf 4:09,04 und erreichte Rang acht.

Revanche für Berlin

In Berlin hatte die 29-Jährige Wolf nach zehn Siegen in Folge gegen Wang erstmals wieder eine Niederlage auf ihrer Spezialdistanz kassiert. Davor waren sie und Wang im ersten Saisonrennen zunächst in derselben Zeit gestoppt worden. Erst als die Tausendstelsekunden ausgewertet worden waren, wurde Wolf zur Siegerin erklärt.

Mit ihrem Sieg in Heerenveen übernahm Wolf an der Stätte ihres Sprint-WM-Triumphes vom Januar, als sie im Vierkampf überraschend die derzeit verletzte Anni Friesinger bezwungen hatte, nach dem 3. von 13 Läufen mit 280 Punkten wieder die alleinige Führung im Gesamt-Weltcup vor Wang (260). Vor zehn Monaten hatte sie in der niederländischen Eisschnelllauf-Hochburg im zweiten WM-Lauf auch den Bahnrekord aufgestellt.

Neuauflage am Samstag

Bereits am Samstag wird es zum erneuten Duell zwischen Wolf und Wang kommen. Dass eine andere Läuferin in den Zweikampf eingreifen könnte, hält Schubert für ausgeschlossen. "Ich bin immer wieder von den beiden beeindruckt. Wie sie die Konkurrenz beherrschen, beweist, dass sie in ihrer eigenen Liga laufen."

Bei den Männern gewann der Finne Pekka Koskela den olympischen Sprint in 34,88 Sekunden vor dem Russen Dimitri Lobkow (35,16) und Yu Fengtong aus China (35,18).

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