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Jenny Wolf gelingt in Heerenveen ein Doppelsieg © getty

Weltrekordlerin Jenny Wolf hat mit einem Doppelsieg in Heerenveen ihre Dauerrivalin Wang Beixing unter Druck gesetzt.

Weltrekordlerin Jenny Wolf hat mit einem Doppelsieg im Dauerduell mit ihrer chinesischen Erzrivalin Wang Beixing ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt.

Wie schon am Freitag setzte sich die Berlinerin im Eisschnelllauf-Mekka Heerenveen knapp vor Wang durch, verbuchte ihren insgesamt 29. Weltcup-Sieg und baute ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

Auch Team-Olympiasiegerin Daniela Anschütz-Thoms überzeugte als Zweite über 1500 Meter. Es war ihr bestes Ergebnis auf dieser Strecke seit knapp vier Jahren.

Pause in Moskau

"Ich fahre mit einem sehr guten Gefühl nach Hause, die Saison hat für mich hervorragend begonnen", sagte Wolf, die nun eine Woche lang in ihrer Heimatstadt Berlin trainieren wird.

Die Sprinter pausieren beim Weltcup in der kommenden Woche in Moskau und steigen erst am 6./7. Dezember in Changchun/China wieder in die Serie ein. Vor einer Woche beim Saisonauftakt in Berlin hatte Wolf gegen Wang die erste Niederlage auf ihrer Spezialstrecke nach zehn Siegen in Folge kassiert.

In der Thialf-Halle verfehlte Wolf (Revanche und Rekord ) beim dritten Saisonerfolg im vierten Rennen ihren am Vortag aufgestellten Bahnrekord in 37,64 Sekunden um vier Hundertstel. Wang war eine Zehntelsekunde langsamer.

40 Zähler Vorsprung

Dritte wurde wie im ersten Lauf Lee Sang-Hwa aus Südkorea (38,13). In der Weltcup-Gesamtwertung führt die Berlinerin nun mit 380 Punkten und 40 Zählern Vorsprung vor Wang.

Die 29-Jährige legte an der Stätte ihres überraschenden Sprint-WM-Triumphes gegen die zur Zeit verletzte Anni Friesinger (Zoff um den engen Stoff ) den Grundstein zum Sieg wie gewohnt mit einem Blitzstart. In 10,28 Sekunden nahm Wolf ihrer Rivalin auf den ersten 100 Metern zwei Zehntelsekunden ab und verteidigte den Vorsprung bis ins Ziel souverän.

"Ich habe hart daran gearbeitet, dass mein Start stabil ist. Wenn ich unter 10,30 Sekunden laufe, dann muss ich eigentlich nur noch meiner Geschwindigkeit vertrauen", sagte Wolf.

Nur Groves schneller

Die Erfurterin Anschütz-Thoms, die auf der Einzelstrecke noch nie einen Weltcuprennen gewann, musste sich in 1:57,91 Minuten nur der Kanadierin Kristina Groves (1:57,22) geschlagen geben.

Dritte wurde Groves' Teamkollegin Christine Nesbitt (1:58,08). Der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein (Berlin) blieb in 1: 58,39 Minuten wie zuletzt so häufig nur Platz vier.

Dabei war Anschütz-Thoms mit Wut im Bauch an den Start gegangen.

"Passt mir nicht"

Auf Anweisung der Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) war aus finanziellen Gründen ihr Trainer Stephan Gneupel nicht mit in die Niederlande gefahren. "Das passt mir überhaupt nicht", sagte die Erfurterin.

Bei den Männern setzte sich auf der olympischen Sprintstrecke Ex-Weltrekordler Joji Kato aus Japan in 34,82 Sekunden durch und blieb dabei nur eine Hundertstelsekunde unter dem Bahnrekord des aktuellen Rekordhalters Jeremy Wotherspoon (Kanada), der in Heerenveen verletzt fehlte.

Fengtong Yu (China/35,05) und Vortagessieger Pekka Koskela (Finnland/35,09) belegten die Plätze zwei und drei. Deutsche Läufer waren in der A-Gruppe nicht am Start.

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