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Anni Friesinger hat in Erfurt ihren ersten Weltcup-Sieg der Saison gefeiert © imago

Nach langer Verletzungsmisere ist Anni Friesinger zurück an der Spitze. Anschütz-Thoms krönt das deutsche Ergebnis in Erfurt.

Erfurt - Anni Friesinger ist zurück:

Die 32 Jahre alte Olympiasiegerin sorgte zum Auftakt des Weltcups in Erfurt mit dem Sieg über 1500 Meter für das Highlight.

Sie feierte nach ihrer langen Verletzungspause den ersten Weltcup-Erfolg in diesem Winter.

Jenny Wolf komplettierte einen Tag vor ihrem 30. Geburtstag den tollen Auftritt der Gastgeber und siegte über 500 Meter in 37,58 Sekunden mit Bahnrekord.

Friesinger zeigte nach ihrem verspäteten Saisoneinstieg wegen einer Knie-Operation eine starke Leistung und verpasste in 1:56,90 Minuten ihren eigenen Bahnrekord (1:56,10) um acht Zehntelsekunden.

Friesinger lässt aufhorchen

Friesinger war nach der schweren Verletzung erst kurz vor Weihnachten in den Turnier-Wettkampf eingestiegen.

Am vergangenen Wochenende ließ sie beim Weltcup im russischen Kolomna mit einem zweiten Platz über 1000 m aufhorchen. Am Sonntag wird sie in Erfurt erneut über 1000 m starten.

Anschütz-Thoms überzeugt

Auch Anschütz-Thoms bestätigte eine Woche vor der Mehrkampf-WM im norwegischen Hamar in gute Form und sicherte sich Platz zwei in 1:58,13 Minuten vor der Niederländerin Ireen Wüst (1:58,54).

"Ich war so aufgeregt wie eine 15-Jährige. Aber ich bin zufrieden", sagte Anschütz-Thoms. Rekord-Olympionikin Claudia Pechstein (Berlin) musste sich in ihrem ersten Lauf nach überstandener Grippe in 1:59,26 mit Rang sieben begnügen.

Erfolgsserie für Wolf

Jenny Wolf hatte ebenfalls Grund zum Strahlen. "Es ist schön, dass es so gut geklappt hat", sagte Wolf nach dem Erfolg über 500 m in Bahnrekord. Ihr vierter Triumph in Folge im Gesamtweltcup über 500 m stand bereits vor dem Lauf fest.

Lediglich die Südkoreanerin Lee Sang-Hwa hätte ihr den Erfolg streitig machen können, doch die Asiatin verzichtete auf einen Start in Erfurt. "Zum vierten Mal in Folge zu gewinnen, das macht mich schon sehr stolz", sagte Wolf.

Sprint auf Weltrekord-Kurs

Die Sprinterin ging das Rennen in hohem Tempo an und war auf den ersten 100 Meter schneller als bei ihrem 100-m-Weltrekord. "Ich war zuletzt mit meinen Zeiten nicht zufrieden und habe deshalb im Training an meiner Technik beim Kurveneingang gefeilt", sagte Wolf.

Den zweiten Lauf an ihrem 30. Geburtstag am Samstag will sie nun genießen. "Da ich heute gut vorgelegt habe, kann ich den Lauf in Ruhe auf mich zukommen lassen", sagte Wolf, die am Samstagabend mit Freund und Familie in Erfurt feiern will.

Überraschung bei den Herren

Bei den Herren sorgte der Erfurter Robert Lehmann für eine positive Überraschung.

Der Lokalmatador siegte über 5000 m in der B-Gruppe in starken 6:27,50 Minuten und verpasste den Bahnrekord (6: 26,43) knapp. Über 500 m gewann der Chinese Yu Fengtong mit Bahnrekord in 35,03 Sekunden.

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