vergrößernverkleinern
Anni Friesinger gewann beim Weltcup in Erfurt über 1000 und 1500 Meter © imago

Anni Friesinger ist zurück an der Spitze. Nach der Gala in Erfurt startet sie die "Mission Gold". Ihre Kolleginnen wollen folgen.

Erfurt - Nach der Gala von Erfurt träumt Anni Friesinger wieder von goldenen Zeiten.

"Ich will in Vancouver einen Titel holen", sagte die 32-Jährige aus Inzell mit Blick auf die Einzelstrecken-WM im März.

Doch zunächst steht an diesem Wochenende die Mehrkampf-WM auf dem Programm.

"Eine unserer Läuferinnen kann in Hamar Gold gewinnen", meinte Frauen-Bundestrainer Markus Eicher.

Die deutschen Eisschnellläuferinnen trumpften beim Heim-Weltcup groß auf und gewannen vier der fünf Einzelwertungen.

Von der sonst so gefürchteten Konkurrenz aus den Niederlanden und Kanada war in Erfurt nichts zu sehen.

"Mission Gold"

"Die Kanadierinnen haben mich enttäuscht", sagte Friesingers Trainer Gianni Romme nach dem Sieg über 1500 m.

Friesinger, die wie Sprinterin Jenny Wolf einen Doppel-Triumph feierte, bereitet sich nach ihrem verspäteten Saisoneinstieg wegen einer Knieverletzung auf die "Mission Gold" vor. Von Erfurt aus ging es zurück nach Salzburg, wo sie "drei, vier Tage entspannen" will.

Anschließend steht der Weltcup in Heerenveen auf dem Plan. Bei der Sprint-DM in Berlin (21./22. Februar) will sie sich den letzten Schliff für das Saisonfinale im März mit dem Weltcup-Finale in Salt Lake City und der WM in Vancouver holen.

Deutsche stehen hoch im Kurs

Auch Claudia Pechstein und Daniela Anschütz-Thoms stehen hoch im Kurs. Eicher traut beiden am Wochenende bei der Allround-WM eine Top-Platzierung zu. Vor allem die "ewige Zweite" Anschütz-Thoms hätte endlich mal einen großen Sieg verdient.

Nachdem sie bei der Mehrkampf-EM hinter Pechstein Platz zwei belegte, sprangen am Wochenende auf ihrer Heimbahn wieder zwei zweite Plätze heraus. "Ein bisschen wurmt mich das schon. Aber besser so, als einmal zu siegen und dann zu verschwinden", sagte die 34-Jährige.

Pechstein will Medaille

Pechstein blieb bescheiden. Wegen einer fiebrigen Grippe war die 36-Jährige mit Trainingsrückstand nach Erfurt gekommen und hatte zweimal das Podium verpasst. In Hamar soll es wieder besser werden.

"Ich will dort eine Medaille", sagte die fünfmalige Olympiasiegerin, die bereits Montag in ihre zweite Heimat nach Norwegen reiste, um sich vor Ort optimal vorzubereiten.

Diskutieren Sie jetzt mit anderen Wintersportfans!

Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel