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Die 30-jährige Jenny Wolf gab 1999 ihr Debüt im Weltcup © imago

Jenny Wolf hat sich ihren dritten 500-m-Titel gesichert. Nach dem ersten Lauf gab sie noch einmal volles Risiko und wurde belohnt.

Richmond - Eissprinterin Jenny Wolf hat bei der Einzelstrecken-WM in Richmond nach einer Aufholjagd ihren dritten 500-m-Titel nacheinander geholt.

Die Weltrekordlerin aus Berlin verwies ihre chinesische Erzrivalin Wang Beixing, die nach dem ersten von zwei Läufen noch klar geführt hatte, auf den Silberrang.

Bronze ging an die Südkoreanerin Lee Sang-Hwa.

Wang (37,78+38,09) ging mit 25 Hundertstelsekunden Vorsprung in den zweiten Lauf, doch Wolf (38,03+37,72) setzte den nicht mehr für möglich geglaubten Konter und hatte am Ende 13 Hundertstel Vorsprung.

Gold fast schon abgehakt

Dabei hatte Wolf Gold schon nach dem ersten Lauf so gut wie abgehakt.

"Ich hatte einen super Angang, aber die Kurven waren nicht optimal, zu vorsichtig. Wenn Wang noch mal so läuft, wird es schwierig. Silber zu sichern ist aber nicht mein Ding", sagte Wolf, die auf den ersten 100 m in 10,19 Sekunden sogar schneller war als bei ihrem Weltrekord (10,21).

Risiko wird belohnt

"Ihr fehlt der Saft auf den letzten 150 Metern, das wissen wir schon seit zwei Wochen. Und die Innenkurven sehen wieder ängstlich aus, keine Ahnung, warum", sagte Wolfs Trainer Thomas Schubert.

Im zweiten Lauf strafte sie ihren Coach Lügen, ging volles Risiko und wurde belohnt.

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