Eisschnelllauf-Olympiasieger Sven Kramer aus den Niederlanden plant die neue Saison ohne seinen langjährigen Trainer Gerard Kemkers. Nach Berichten der Tageszeitung Leeuwarder Courant hat die Trennung aber nichts mit dem fatalen Wechselfehler im 10.000-m-Lauf zu tun.

"Ich möchte etwas Neues. Das war intern bereits lang bekannt", sagte Kramer der friesischen Zeitung. Kemkers hatte bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver den in Führung liegenden Goldfavoriten Kramer im Rennen über 10.000 m nach 6600 m auf die falsche Bahn eingewiesen und ihn durch die fällige Disqualifikation um die sichere Goldmedaille gebracht.

Gegenüber niederländischen Medien sagte Kramer, dass er in Zukunft entspannter arbeiten wolle: "Ich will weg von dem Druck, immer der Beste sein zu müssen. Ich habe eineinhalb Jahr spartanisch gelebt. Das kann ich nicht noch einmal vier Jahre durchhalten".

Der als Kontrollfreak bekannte Kemkers hatte Kramer in der Olympia-Vorbereitung eineinhalb Jahre lang einem striktem Trainingsplan unterworfen. Der 23-Jährige wollte in Vancouver drei Goldmedaillen gewinnen, musste sich aber mit einmal Gold (5000 m) und einmal Bronze (Teamverfolgung) begnügen.

Die Mehrkampf-Weltmeisterschaft in drei Wochen in seinem Heimatort Heerenveen wird Kramers letzter Wettkampf unter Kemkers Leitung sein.

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