Das Haus von Claudia Pechstein ist am Donnerstagmorgen um 8.00 Uhr von der Staatsanwaltschaft und dem Bundeskriminalamt nach Hinweisen durchsucht worden. Das gab Pechstein auf ihrer Internetseite bekannt.

Die Hausdurchsuchung geht auf eine Anzeige der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft DESG und der Nationalen Anti-Doping-Agenatur NADA am 1. Dezember 2009 bei der Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft für Dopingdelikte in München zurück.

Pechstein begrüßte die Ermittlungen, "denn jede Recherche beziehungsweise Untersuchung wird mich entlasten. Wenn nicht gedopt wurde, kann es auch keine Hintermänner geben", schrieb die 38-Jährige auf ihrer Internetseite.

Der Eisschnelllauf-Weltverband ISU hatte die Berlinerin nur anhand von Indizien wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt. Dagegen war Pechstein vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen, dieser bestätigte jedoch in Lausanne das Urteil der ISU. Auch Pechsteins Beschwerde beim Schweizer Bundesgericht gegen das CAS-Urteil wurde abgelehnt.

Zudem scheiterte die Athletin beim Ad-hoc-Gericht des CAS mit ihrem Antrag, bei den Winterspielen in Vancouver im Team-Wettbewerb an den Start gehen zu dürfen. Jetzt bemüht sich Pechstein vor dem Schweizer Bundesgericht um ein Revisionsverfahren vor dem CAS.

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