Staatsanwaltschaft und Bundeskriminalamt haben im Zuge der Doping-Ermittlungen im Fall Claudia Pechstein auch Wohnobjekte der Inzeller Eissprinterin Heike Hartmann durchsucht. Einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung" bestätigte Gerd Heinze, Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG). Anscheinend wird Hartmann als Doping-Verdächtige angesehen.

Durchsucht worden seien laut der Zeitung Hartmanns WG-Zimmer in Berlin, ihr Spind im Eisstadion Inzell und ihr Hauptwohnsitz in Hausham bei Miesbach. Inzells Stadion-Chef Hubert Graf sagte der "SZ", dass die Ermittler bei der Durchsuchung "ausdrücklich nicht" nach Team-Olympiasiegerin Anni Friesinger-Postma gefragt hätten.

Frauen-Bundestrainer Markus Eicher sagte, dass bei Hartmann "anscheinend einer von 18 Tests auffällig" gewesen sei, der Verdacht sich allerdings nicht erhärtet hätte.

Heinze sagte, er sei über mögliche erhöhte Werte nicht informiert worden, weder vom BKA noch vom Eislauf-Weltverband ISU. Laut "Berliner Morgenpost" war angeblich aus Ermittlerkreisen durchgesickert, dass neben Pechstein zwei weitere deutsche Eisschnellläuferinnen unter Dopingverdacht stehen sollen.

"Das ist wie ein Schock für uns. Dass Heike Hartmann als Sprinterin mit Epo zu tun haben soll, ist ein Witz. Ich lege die Hand für sie ins Feuer", sagte Eicher und ergänzte mit Blick auf die Ermittler: "Sie wollen Hintermänner finden - so finden sie sie nicht."

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