Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im Zuge seiner Ermittlungen im Dopingfall Claudia Pechstein auch Räumlichkeiten im Sportforum Hohenschönhausen in Berlin durchsucht.

Dies bestätigte Dr. Harry Bähr, der Leiter des Olympiastützpunktes. "Wir begrüßen, dass die Ermittlungen so intensiv durchgeführt werden. Wir hoffen, dass wir zur Aufklärung des Falles beitragen konnten", sagte Bähr. In Hohenschönhausen trainiert Pechstein seit dem Beginn ihrer Karriere.

Die Staatsanwaltschaft München hatte bestätigt, dass das BKA am 4. und 5. März insgesamt 21 Durchsuchungen wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz durchgeführt hat. Bekannnt geworden sind bislang Durchsuchungen in der Geschäftsstelle der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), bei DESG-Teamchef Helge Jasch, bei den Sportlerinnen Heike Hartmann und Bente Kraus sowie bei Pechstein selbst.

Ziel der Maßnahmen sei es, so die Staatsanwaltschaft, dem Verdacht von Dopinghandlungen im Bereich des Verbandes nachzugehen und mögliche Beweismittel zu sichern.

Auslöser der Hausdurchsuchungen war eine Anzeige gegen Unbekannt, die durch die DESG und die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA am 1. Dezember 2009 bei der Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft in München gestellt worden war. Ziel der Ermittlungen ist es, mögliche Hintermänner ausfindig zu machen.

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