Als Konsequenz aus dem Fall Claudia Pechstein hat der Pharmakologe Fritz Sörgel einen behutsameren Umgang mit dem indirekten Dopingnachweis angeregt.

"Wir stehen hier ja erst am Anfang. Noch ist dieses Verfahren eben nicht ganz so zuverlässig. Deshalb fände ich es besser, dass man dann nicht gleich Zwei-Jahres-Sperren verhängt wie im Fall Pechstein, sondern eine Art Schutzsperre, sagen wir: sechs bis zwölf Monate", sagte Sörgel im Interview mit der "Mittelbayerischen Zeitung".

Die Zukunft des indirekten Beweises liege laut Sörgel "eher in bestimmten Eiweißstrukturen des Körpers. Wenn es da bestimmte Auffälligkeiten gibt, müsste das dann ein hieb- und stichfester Beweis für Doping sein. Und dann kann man auch die volle Dopingsperre von zwei Jahren aussprechen."

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