Ein hochrangiger Hämatologe hat das medizinische Fundament von Claudia Pechsteins Verteidigungsstrategie erschüttert.

Arnold Ganser von der Medizinischen Hochschule Hannover hält die Behauptungen seines Professoren-Kollegen Gerhard Ehninger, die Doping-Sperre der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin basiere auf wissenschaftlichen Fehlern, für nicht überzeugend.

"Seine Aussage ist nicht wissenschaftlich abgesichert", sagte Ganser in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" .

Ehninger, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, hatte in einer aufsehenerregenden Pressekonferenz Mitte März die abnormen Blutwerte Pechsteins mit einer leichten Sphärozytose, einer angeborenen Kugelzellanämie, erklärt.

Er unterstellte dem Internationalen Sportgerichtshof CAS, der Pechsteins zweijährige Dopingsperre bestätigt hat, ein Willkür-Urteil.

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