Claudia Pechstein steht vor dem Karriereende. Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin soll nach dem Willen ihres Arbeitgebers, der Bundespolizei, schnellstmöglich wieder als Polizeihauptmeisterin in Vollzeit arbeiten.

Die 38-Jährige, deren Dopingsperre am 9. Februar 2011 abläuft, sieht ein derartiges berufliches Engagement als nicht vereinbar mit ihrer Laufbahn als Spitzensportlerin an.

"Man muss ehrlich zu sich selbst sein. Kommt es so, wie es momentan aussieht, ist das gleichbedeutend mit meinem Karriereende", sagte Pechstein der "Sport Bild": "Es ist nicht möglich, Dienst zu schieben und danach zu trainieren. Als Feierabendsportler kann ich meinem Anspruch, in die Weltspitze zurückzukehren, nicht gerecht werden."

Pechstein kämpft derzeit nach zahlreichen juristischen Rückschlägen vor dem Schweizer Bundesgericht um die Aufnahme einer Revisionsverhandlung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS.

Eine Entscheidung will der CAS bis Ende Juli bekannt geben. Über diesen Zeitraum hinweg unbezahlten Urlaub zu nehmen, um weiter trainieren zu können, hält Pechstein aus finanziellen Gründen für unmöglich.

Laut Pechsteins Management wäre die Forderung der Bundespolizei allerdings zunächst hinfällig, sollte Pechstein mit ihrem Revisionsantrag erfolgreich sein und damit vorübergehend die Trainingssperre aufgehoben werden.

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