Gerd Heinze, Präsident der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), hält ein Comeback von Claudia Pechstein bei der Mehrkampf-WM in Calgary zwei Tage nach Ablauf ihrer Dopingsperre am 9. Februar für möglich.

"Wenn die sportlichen Leistungen da sind, werden wir ihr den Weg nicht versperren", sagte Heinze: "Ich traue ihr ein Comeback zu. Sie hat außergewöhnliche sportliche Fähigkeiten und den unbedingten Ehrgeiz, der Welt noch mal zu zeigen, dass sie es kann."

Die fünfmalige Olympiasiegerin Pechstein, die durch den Weltverband ISU wegen auffälliger Blutwerte ohne direkten Dopingnachweis für zwei Jahre gesperrt worden war, ist derzeit wegen der Folgen eines Nervenzusammenbruchs krankgeschrieben. Wenn sie wieder fit ist, muss sie voraussichtlich in Vollzeit ihren Dienst bei der Bundespolizei antreten.

Bis zum Ende der Sperre darf sie nicht mit der Nationalmannschaft trainieren und muss sich allein vorbereiten. Ob ihr unter diesen Umständen ein Comeback gelingt, ist fraglich. In Kürze will Pechstein, die bei einem Comeback in Calgary knapp 39 Jahre alt wäre, zunächst ihre Autobiographie veröffentlichen.

Ein weiterer möglicher Comeback-Termin für Pechstein ist der Weltcup in Salt Lake City eine Woche nach der Mehrkampf-WM. Dort könnte sich Pechstein im 5000-m-Rennen in der schwächeren B-Gruppe mit einer guten Zeit über das so genannte Time-Ranking für die Einzelstrecken-WM in der neuen Inzell von 10. bis 13. März qualifizieren.

Bei einem Start bei der Mehrkampf-WM in Calgary müsste Pechstein einen Startplatz einnehmen, den zuvor eine andere Läuferin erkämpft hat. Qualifikations-Wettkampf für die Titelkämpfe in Calgary ist die EM in Klobenstein (7. bis 9. Januar).

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel