Die technische Kommission des Eislaufweltverbandes ISU hält an der umstrittenen "Dr. Bibber"-Regel fest.

Einen Tag vor dem Weltcupauftakt im niederländischen Heerenveen erklärte der Kommissionsvorsitzende Tron Espeli, dass man die Argumente der Athleten sehr ernst nehme. "Es ist jedoch unmöglich, diese Regel vor Freitag zurückzunehmen. Wir werden sie aber großzügig auslegen", versprach der Norweger.

Zuvor hatten die Olympiasieger Sven Kramer, Mark Tuitert (beide Niederlande), Christine Nesbitt (Kanada), Martina Sablikova (Tschechien) und der 5000-m-Olympiadritte Iwan Skobrew (Russland) eine Liste mit 120 Unterschriften übergeben und ein Krisengespräch mit ISU-Funktionären geführt.

Die Eisschnellläufer wehren sich gegen die so genannte "Dr. Bibber"-Regel, die ihnen auf der Zielgeraden das Überlaufen der Bahnbegrenzung mit einer Schlittschuhkufenlänge verbietet. Wer erwischt wird, muss mit einer sofortigen Disqualifikation rechnen. Der ISU-Kongress hatte diese Maßnahme auf seinem Kongress im Juni dieses Jahres in Barcelona beschlossen.

"Wir haben beschlossen, dass eine Disqualifikation nur ausgesprochen wird, wenn zwei Linienrichter unabhängig voneinander den Verstoß bestätigen. Nach dem Weltcup in Heerenveen werden wir unsere Erfahrungen auswerten", sagte Espeli dem niederländischen TV-Sender "NOS".

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