Claudia Pechstein muss vor ihrem Comeback zunächst offenbar mit keinen weiteren Auflagen durch den Weltverband ISU rechnen.

"Im Moment ist das eine noch nicht abgeschlossene Sache. Aber am 8. Februar hat sich der Fall automatisch erledigt", sagte ISU-Präsident Ottavio Cinquanta am Rande der Eiskunstlauf-EM in Bern.

Am 8. Februar läuft Pechsteins zweijährige Sperre wegen erhöhter Blutwerte aus. Zuletzt häuften sich die Zweifel, ob die ISU die Berlinerin starten lassen würde.

Pechstein hatte kürzlich zugegeben, dass bei ihr erneut schwankende Retikulozytenwerte gemessen worden seien. Deshalb habe sie bei der ISU einen Antrag auf eine Ausnahmeregelung gestellt.

Auffallend war, dass der Eislauf-Weltverband in der Frage bislang keine eindeutige Aussage machte. Es wird angenommen, dass die ISU Pechstein zunächst starten lässt, um dann über ihr Blutbild zu entscheiden.

Wie Sportdirektor Günter Schumacher von der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) erklärte, werde ein Blutscreening veranlasst. Und sollte die Untersuchung eine genetische Abnormalität bestätigen, würden die ISU-Mediziner über ein Startrecht entscheiden.

Pechstein sieht sich auf der sicheren Seite. Anerkannte Hämatologen hatten bei ihr eine angeborene Anomalie nachgewiesen, die die erhöten Blutwerte erklären würden. Pechstein will nach Ablauf ihrer Sperre in Erfurt am 12. Februar eine notwendige Qualifikationszeit erzielen, um sich noch die Teilnahme am Weltcup eine Woche später in Salt Lake City zu sichern.

In der Olympiastadt von 2002 will die Berlinerin dann ihr Ticket für die Einzelstrecken-WM in Inzell (10. bis 13. März) lösen.

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