Team-Olympiasiegerin Stephanie Beckert hat mit einem Sieg im abschließenden 5000-m-Rennen für ein versöhnliches Ende der Eisschnelllauf-Mehrkampf-WM in Calgary gesorgt.

Die Erfurterin lief in 6:49,51 Minuten persönliche Bestzeit und verwies damit Ireen Wüst (6:55,85) klar auf den zweiten Rang.

Die 1500-m-Olympiasiegerin aus den Niederlanden gewann durch ihren zweiten Platz zum zweiten Mal nach 2007 den wichtigsten Mehrkampf-Titel im Eisschnelllauf.

Doch auch mit ihrem 5000-m-Erfolg konnte Beckert das schlechteste deutsche Frauen-Ergebnis bei einer Mehrkampf-WM seit 34 Jahren nicht verhindern.

Wegen ihrer schwachen Läufe über 500 m (Platz 24) und 1500 m (Platz 20) wurde sie im Endklassement nur Zwölfte. 1977 hatte keine deutsche Läuferin das Finale über 5000 m erreicht.

Die zweite deutsche Teilnehmerin, Isabell Ost aus Berlin, erreichte den 18. Platz.

Wüst verwies im Endklassement Sprint-Weltmeisterin Christine Nesbitt aus Kanada und Martina Sablikova auf die Plätze zwei und drei.

Bei den Männern gewann in Iwan Skobrew zum ersten Mal seit 1987 wieder ein Russe die Mehrkampf-WM. Dem zweifachen Medaillengewinner von Vancouver (Silber über 10.000 m, Bronze über 5000 m) reichte über die abschließenden 10.000 m ein zweiter Platz, um den siegreichen Norweger Havard Bökko und den Niederländer Jan Blokhuijsen im Gesamtklassement auf die Plätze zwei und drei zu verweisen.

Der Erfurter Robert Lehmann, der über 500 m gestürzt war, hatte sich nicht für das Finale qualifizieren können und beendete die WM auf dem 24. und letzten Platz.

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