Claudia Pechstein ist erstmals seit ihrem Comeback nach dem Ende ihrer Dopingsperre hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Zum Auftakt des Weltcup-Finals in Heerenveen kam die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin über 1500 Meter in 2:01,18 Minuten nicht über den 17. Platz hinaus.

Beim Sieg von Lokalmatadorin und Olympiasiegerin Ireen Wüst (1:56,35) war auch die Berlinerin Isabel Ost auf Rang 16 in 2:00,95 Minuten schneller als Pechstein.

Anfeindungen des Publikums in den Niederlanden, von wo aus Pechstein im Zuge ihres Dopingfalles viel Kritik hatte einstecken müssen, blieben aus. Die Berlinerin wurde mit viel Applaus begrüßt und auch während ihres Laufs, den sie bei ihrem ersten Start in der stärkeren A-Gruppe seit ihrer Rückkehr alleine bestreiten musste, von den Fans in der Thialf-Halle lautstark angefeuert.

Dennoch konnte sie nicht annähernd an ihre Leistung von Salt Lake City anknüpfen. Auf der extrem schnellen Bahn in Utah war sie bei ihrem internationalen Comeback vor knapp zwei Wochen 1:55,38 Minuten gelaufen.

"Sie war ein wenig zu ruhig, das ging eher in Richtung Langstrecke. Das passte nicht ganz zu ihren Leistungen von Salt Lake City", sagte Teamchef Helge Jasch: "Aber die 3000 Meter am Samstag sind für sie ohnehin wichtiger."

Auf dieser Distanz will sich Pechstein noch über das sogenannte Time-Ranking für die Einzelstrecken-WM in der kommenden Woche in Inzell qualifizieren.

Die WM-Tickets über 1500 Meter und 5000 Meter hat sie bereits gelöst.

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