Topmodern, von den Athleten für die besondere Architektur und das schnelle Eis gelobt, doch nicht rechtzeitig fertig: Die für 36 Millionen Euro modernisierte Halle in Inzell sorgte vor dem WM-Auftakt der Eisschnellläufer am Donnerstag für etwas Unmut.

Handwerker waren bis zuletzt im Einsatz, die Kreissäge wirbelte jede Menge Staub auf. "Ich hoffe nicht, dass das Eis unter dem Baustaub leidet", sagte die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein.

Große Probleme gab es mit den Tribünen. Urspünglich sollten Holzaufbauten den Sitzplätzen ein besonderes Flair geben. Doch nach langen Diskussionen wurde der Plan verworfen.

Kurzfristig bestellte man Sitzschalen aus Kunststoff. Die neuen Sitzgelegenheiten konnten jedoch nicht rechtzeitig angeliefert werden. Teppiche wurden auf die Betonstufen geklebt. Darauf legte man Sitzkissen eines Sponsors, um genügend Polsterung zu bieten.

Auch die Arbeiten im Außenbereich der Arena konnten nicht rechtzeitig beendet werden. "Durch den starken Wintereinbruch in den letzten Wochen lief nicht alles nach Plan. So einen kalten Winter hatten wir seit 1962 nicht mehr", erklärte Hallen-Chef Hubert Graf.

Dennoch sicherte Organisationschef Graf zu: "Die Bedingungen für eine WM sind zu 100 Prozent erreicht."

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