Die dreimalige Olympiasiegerin Anni Friesinger-Postma hat der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) schwere Zeiten prophezeit.

Im Anschluss an die Einzelstrecken-WM in Inzell kritisierte die 34-Jährige die Nachwuchsarbeit des Verbandes.

"Ich denke, die (Nachwuchsläufer, d. Red.) haben große Probleme. Die Hoffnung ist Stephanie Beckert. Der ganze Leistungssport tut sich schwer", sagte Friesinger-Postma im Gespräch mit "Servus-TV": "In den letzten Jahren hat sich der Verband auf die Erfolge der alten, arrivierten Sportler verlassen. Die Nachwuchs-Meisterschaften waren nicht gut besetzt."

Außerdem setzte Friesinger-Postma die verbale Dauerfehde mit ihrer früheren Teamkollegin Claudia Pechstein fort.

"Sportlich ist die Leistung respektabel, über anderes lässt sich streiten, sie polarisiert", sagte die gebürtige Inzellerin, die im Sommer ihr erstes Kind erwartet: "Die Strafe hat sie ausgesessen, das ist das eine. Sie hat sicherlich trainiert nebenbei, sonst könnte sie nicht solche Zeiten laufen."

Friesinger und Pechstein hatten 2006 gemeinsam Olympiagold in der Team-Verfolgung geholt.

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