Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat den Kampf mit dem Weltverband ISU fortgesetzt.

Die 39-Jährige, die bei der WM im März in Inzell mit zwei Bronzemedaillen ein erfolgreiches Comeback nach einer zweijährigen Sperre gefeiert hatte, soll laut der Donnerstags-Augabe der "Bild"-Zeitung mit eigenen Messungen nachgewiesen haben, dass ihre Retikulozyten-Werte durchgehend erhöht sind und daher keinen Hinweis auf Doping liefern.

Der umstrittene Retikulozyten-Wert lag demnach bei einer freiwilligen Kontrolle am Schlusstag der WM bei 3,7 und 3,8 Prozent und damit höher als der Wert (3,4 Prozent), der zu ihrer Sperre führte.

Pechstein ließ daraufhin einen Test durch den Weltverband durchführen, wartet aber seit drei Monaten auf eine Antwort.

"Mittlerweile ist bewiesen, dass meine hohen Retis durch eine Blutanomalie verursacht werden. Ein zweites Verfahren könnte die ISU nie und nimmer gewinnen", sagte Pechstein der "Bild".

Pechstein war wegen erhöhter Retikulozyten-Werte bei der WM 2009 in Hamar für zwei Jahre gesperrt worden, ohne dass es einen positiven Dopingbefund gegeben hatte. Am 8. Februar 2011 war die Sperre abgelaufen.

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