Monique Angermüller ist erneut deutsche Eisschnelllauf-Meisterin über 1500 m und hat in Inzell den zweiten Sieg von Claudia Pechstein verhindert. Die Titelverteidigerin verwies bei den nationalen Titelkämpfen in der Max-Aicher-Arena in 1:57,78 Minuten die fünfmalige Olympiasiegerin knapp auf den zweiten Platz.

"Ich habe bei Pechsteins Zeit gedacht: Das schaffe ich nie im Leben. Aber ich schaffe es momentan trotz Müdigkeit, Druck aufs Eis zu bekommen", sagte Angermüller nach ihrem Erfolg.

Die 27-jährige Berlinerin hatte im Ziel 14 Hundertstelsekunden Vorsprung auf ihre zwölf Jahre ältere Konkurrentin, die sich in ihrer langen Karriere nie mit der Mittelstrecke anfreunden konnte. Dritte wurde in 2:00, 47 Isabell Ost (Berlin). Für Angermüller war es der dritte deutsche Meistertitel.

Damit verpasste Pechstein nach ihrem Vortageserfolg ihren zweiten Titel im zweiten Rennen.

Am Freitag hatte die 14-malige deutsche Meisterin, die nach zweijähriger Sperre wegen erhöhter Blutwerte erstmals wieder an nationalen Titelkämpfen teilnahm, die 3000 m mit drei Sekunden Vorsprung vor Isabell Ost (Berlin) für sich entschieden. Am Sonntag startet Pechstein noch über 1000 m und 5000 m.

Bei den Männern siegte über die 1500-m-Distanz der Erfurter Patrick Beckert. Nach seinem zweiten Platz am Vortag über die 5000 m siegte der Bruder von Team-Olympiasiegerin Stephanie Beckert in 1:48,49 Minuten vor Titelverteidiger Robert Lehmann (1:49,93) und Lokalmatador Hubert Hirschbichler (1:50,09).

"Damit habe ich nicht gerechnet, ich habe eigentlich nur für die 5000 m und 10.000 m trainiert", sagte Langstrecken-Spezialist Beckert. Für den 21-Jährigen war es der erste Titel.

Auch am zweiten Tag der Wettkämpfe in Inzell fanden die Entscheidungen über die 1500 m nur wenig Interesse. Gerade einmal 100 Zuschauer hatten bei sommerlichen Temperaturen den Weg in die Eishalle gefunden.

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